Band 
Vierter Theil S - Z.
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407-408
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407SCHWARTZENTHALER SCHWARTZIN SCHWARTZIN SCHWEDER 4 °*

von Adel mit einer wohlgesttzten Rede, welche diesemMinister so wohl gefiel, daß er als damals churbran-denbnrgischer Pleinpoteiuiarius zum ryßwickischenFriedens-Congreß, ihn mit unter seine Reise-Gesell-schaft nahm, auch in verschiedenen Commißionen nachEng.lland und einige Städte sendete. Hierauf besä-he er Franckreich, die Schweitz, und andere Lander,ward 1699 zu Weimar Hofrath und Reise-Marschall,i/vl an seines Vaters Stelle geheimer Rath, legteaber 1702 diese Charge nieder, lebte 5 Jahre auf sei-nem Ritter-Sitze Altenberga in der Stille, und wen-dete diese Zeit bloß auf die Etudia, arbeitete auch aneinem juristischen Wercke, so er aber nicht zu Staudebrachte. An. 1707 kam er an den gothaischen Hof,vnd ward Kreis-Hauptmann, auch'in einer gewissenMrrichtung nach Wien geschickt, geheimer Rath, As-sessor im Hofgerichte zu Jena, 1713 Amts-Haupt-mann zu Leuchtcnberg und Orlamünde, 1716 des ge-sammtcn Hof-Gerichts zu Jena Hofrichter, und Läm-mer-Dircctor zum Friedenstein, schrieb ausser obigen,eine solenne Rede auf den 1707 vor Toulon gebliebe-nen priny Wilhelm von Sachsen -Gotha, welche inLünigs Reden grosserHerren steht, wie auch verschie-dene Reden mehr, die noch nicht gedruckt sind; undstarb den 28 Jul. 172; am Schlage. In derJugendstieß er sich unversehener Weise im Lausten ein Messerziemlich tief in die Brust, gerieth auch auf seiner Rei-se nach Engelland in Lebens-Gefahr, indem dasSchiff mit ihm strandete, war ein Liebhaber der Bo-tanik, besaß ein treffliches Museum anciquarium undMnntz- Cabinet, und eine ungemcin starckeMemorie,war in seinem Leben niemals, bis 2 Jahr vor seinemTode kranck gewesen, und wartete den Gottesdienstjederzeit stehend ab, dabey er die merckwürdigstcnSpruche in der Bibel beständig nachschlug. JohannPaul F'riedels Bild eines Ministri und Politici audem Leben A. L. von Schwartzenfels Leipzig 1726,4.

SCHWARTZENTHALER (Joh. Baptisla) , einJCtus, zu Ende des 16 und zu Anfange des 17 Se-culi, schrieb Tr. de pignoribus & hypothecis; pro-cesl’um judiciarium; tr. de stipulationibus ; tract, adCodicem Leo.

SCHWARTZIN (Adelheid Sibylle), eines BürgersFrau zu Lübeck, am Ende des 17 Seculi, aus demWstrtembergischen gebürtig, fieug 1692 an, den Chi-kiasmnm, welchen sie von D. petcrscn ringesogen, öf-fentlich zu vertheidigen, schickte auch D.pfeiffern, alser im Begriff war, seinen anti-Enthulialmum herauszu geben, eine Denunciation, nebst einem Warnungs-Schreibcn zu, daß er sich den Fanaticis nicht weiterwidersetzen sollte. Das Ministerium bemühte sichzwar durch verschiedene Unterredungen mit ihr, sie vonihren Irrthümern abzubringen, sie blieb aber dabey,und gab endlich eine Schrifft unter dem Titel: Got-tes ernstliche Offenbarung wider D.pfeiffern,nebsts Sendschreiben an ihn, und einem an einen gutenFreund heraus, soll aber Hierauf aus der Stadt ver-zagt worden seyn. Mol.

SCHWARTZIN (Sibylla), ein gelehrtes FrautNtrimmer, war eine Tochter Christian SchwaryerS/Landraths und Burgemeisters zuGreiffswalde,gtbo^ren 1621, schrieb schon in dem 13 Jahre einen l«rnett Vers, und starb 1638. Ihre Gedichte sindnMderen Tode 1650 zu Dantzig in 4 zusammen hcra^gckonimen. Schul. W,d. Neu.

SCHWARTZKOPF (George), ein JCtlls MbHistvricus von Braunschweig, florirtc zwischen i 5 °|und 1594 i" Helmstädt, und übersetzte Lud. F aC jUnd Bened. Reinbarti différencias juris civilis & *xonid, wie auch den Herodotum ins Deutsche.

SCHWARTZKOPF (Johann), einDoctor Jul'îvon Bockem, war anfangs Syndicus zu Helmsta^hernach wolffenbüttelischer Rath und Cantzler, |w r *Synopftn Pandectarum ; Difli de moneca ejmdeque jure & mutarione, und nach einiger Mein" JGrundfeste des heil. römischenReichs, welches 28 ^ohne seinen Nahmen im Druck erschienen, und t ffllden 27 Nov. 1658, im 62 Jahre. W, d.

SCHWARZER (Adalverus), hat TheologiaMlo - rheosophicarn geschrieben, welche 1671 zuheraus gekommen.

SCHWAVEN (Peer.), siehe Suaven.

SCHWAYGER, siehe Scinveiger.

SCHWEBEL, oder Schwäblin, (Johann),ren 1490 zu Pfortzheim, war zuerst ein Mönch i"^Orden des heiligen Geistes, verließ aber die cathsche Religion, und begab sich nach Francken zucijco von Sickingen ; wurde von dar als ^uperuF■ -dens nach Zwcybrücken beruffen, allwo er die luty (sche Religion zuerst lehrte und fortpflantzte; D !L,gleich kein Lutheraner, sondern nur ein Christ W.wollte, und dessentwegen von einigen vor vcrdawgehalten wurde; starb daselbst 1540 den 19 Map5 ° Jahre, und verließ Partem primam opeium tlogicorumde pracipuis S.Scriprunlocis; Centu s * ^epiftoUrum theologicarum ad Schwebelium, 3 mlanchthone, Bucero, Capitone, Hedione;nung an dicOveftionierern; ^auptstückmadcs ganyen Evangeliums; vonmanchcrstf? 7 ,jsifuchungen des bösen Feindes rc. Einige dieser <2$ ^ten sind noch bey seinen Lebzeiten von ihm selb!"übrigen aber von seinem ältesten Sohn ^Schwebel, zweybrückischen Rath und Eantzlck/ ^cher auch sein Leben beschriebeir, heraus gegeben >den. Ad. Seele. Ser. ^

SCHWEDER (Gabriel), ein würtembergifch^rist, gebohren zu Cößlin in Hinter-Ponimeru^pja-den 18 May, studirte zu Coburg, Jena und ^gen, ward am letzten Orte 1673 % U.und Hofgerichts-Advocat; 1674 an seinemTage Doctor, 1677 fürstlich-würtembergischer, ^und Hofgerichts-Assessor, 1681 Professor J»rnarius, 1684 des hochmannischenStipendilJ>strator, und 1703 bey Gelegenheit seiner