Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
445-446
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S C R I V E R

clesia anglican! adversus nuperum íchisma, JU ÎOH#den in 4 edírct.

SCRI VER (Christian), ein lutherischer Prediger,war1629 den 2 Jan, zu Rensburg in Hollstein geboh-ren. Als seine Mutter mit ihm schwanger gieng, stießfie hefftig an eine Kutsche, geriekh auch nachgehendsin dem Wasser in grosse Lebens-Gefahr: doch kam ergesund auf die Welt. Seine Mutter bekam die Pest,(daran auch sein Vater starb), als er noch an ihrerBrust lag: doch schadete es ihm nichts, und im;tenJahre seines Alters wurde er glücklich aus demWas-ftr errettet. Cr studirte zu Lübeck und Rostock, undh"lt daselbst 1649 eine Disput, de ccena Domini,gab hierauf zu Segeberg in Wagrien einen Privat-Informator ab, nahm auch währender Zeit abwesenddie Magister-Würde zu Rostock an, reisete sodenn1652 nach Stendal, und machte sich durch etliche da-selbst gehaltene Predigten so beliebt, daß er 1653 zumArchidiacono zn St. Jacob in diese Stadt beruffenwurde. 1667 erwehlte man ihn zum Pastor in derSt. Jacvbs-Kirche, und nach diesem 168; zum Se-nior und Assessor des geistlichen Gerichts auchSchule» -Jnspector in Magdeburg. Nachdem erviel ansehnliche Bedienungen ausgeschlagen, warder 1692 Ober-Hofprediger, Kirchen-Rath, Scho-larcha und Pastor zu Qvedlinburg, starb 1693 den5ten April, im 64 Jahr. Seine verstorbene Muttersoll einsmahls des Morgens, da er noch im Bette ge-legen, zu ihm gekommen seyn, sich zu ihm auf dasBette gcsetzet, über 2 Stunden lang von allerhandSachen mit ihm geredet haben, und also wieder vonihm gegangen seyn. Er hinterließ den Ruhm einesgeistreichen und erbaulichen Predigers, dessen Lebenmit seiner Lehre wohl überein gekommen. SeineSchrifften sind: der Seclen-Schay; dasverlohrneunv wieder gefundene Schäsiem; -Herrlichkeit derRinder Gottes; Chrysologia catechetica; evange-lische Gedenck-Sprüche; Gotcholds zufällige An-dachten in 4 Centurien, die hernach Christlich oderJohann -Heinrich Hävecker in seinem Himmel aufErden fortgesetzet; Gotcholds Siech-und Siegs-Bctte; Bedrucken über die Frage, obseineGündesey, sich einen Rausch zu trinckcn f das blutrünstigeBild JEsu Christi des Gecreutzigtcn ; Wittwen -Trost; dreyfaches Absehen eines Christen,aufGorr,denNächsten,und sich selbst aus den Sonn-undFest-tags-Evgngelicn;merhodua concionandi; theogno-lia evangelico-chrisliana; GottHolds Aryney derBetrübten, und Trost der Sterbenden; das an-dächtige Thristcnthum; güldene Runst, reich zuwerden; GottHolds wohlvergnügte Seelen-Ruhund rechtgläubiger Christen sei. Brüderschaffr; dieneue Lreatur. Er gab mit Vorreden Otfari geistli-chen Hertzfasscr und Seelensiiller; Lubachs Gebet-Buch heraus, und hinterließ im Manuscriot heiltrief-fendenBalsam-Baum; 4 Predigten von Christi Dor-nen-Crone; 2l»diacum christianum ; Erklärung deshohen Liedes Salomonis ; apostolischen Leuchter; Kir-

SCRIVER SCRIVERIUS

chen-Buch; ersten Jahrgang über die'Sonntags^i^Fest - Svangclia; Cattchlsmus- Ab- und A»zu^Paßions- und andere Predigten; amphirhearrum kvidentite div.; Lobklingendc Fest-Posaune; cniblt^tische Epistel-Post,ll. In GchekHorns amoemral 1lirerariis steht ein schöner Brief, den cr anSpheugeschrieben. k>. Mol.

SCRI VER (Joach), ein Magister PhilofophiaMölken, ohnwcit Lübeck, war um 167z P"0HSenior in dem lutherischen Kloster zu UnserFrauen in Magdeburg, wolte den Ruhmten haben, den cr aber gar schlecht verdienet/ ..schriebkurtzcnBev'cht von Verdeutschengab auch Wilb. Scbregteri disterr. de minist 11deutsch übersetzt heraus,und ließ im Manuskript?^.

sin epigrammatico - sutyricam ; psedagogiam dtoparalogizomenam ; hymnodiam ecclesi0-P^ fO ,

ticam; hierodiam buchnero-scriverurgicam; j) 1 , cl)

diam mixo-scriverurgicam ; Joacb. BeujVú christ* 1illustratam. Mol. u

de SCRIVERE (Bartholom), ein DominicaNtt ^Brügge in Flandern, war General-Prediger, P fS

i 672 ,im 5 OIahr,und ließ im Manuskript

adventuales, quadragestrrvdes, de Dominicis 01stis per annum in 2 Tomis iN4. Ech.

SCRIVERIUS, oder Seh einer, (Petrus). ei»O j»logus und Poet, gebohrcn 1576 den 12Harlcm in Holland, allwo sein Vater ein Kaust^ $war, gieng 1593 nach Leiden auf die Universita^gab sich gäntzlich den schönen Wissenschaffcen, »‘y 1 ^zu Leiden nieder, und ward gewisser Massen, s" „jpMitglied der Académie angesehen, ob cr«uahls ein Amt bey ihr gehabt, ja nie cin-es 0 *'^hat. Da er also Herr von seiner Zeit bliebe, ^erste mit seiner Ergötzlichkeitzu, die inSchreiben bestanden, welche Worte erauchlttC^i-Wahlspruche gemacht hatte. Um noch weniger ^,snem Stndiren gesioret zu werden,begab er stellsein Landgut, das cr in Woelewyk hatte, war^hohe Alter gesund, verlohr aber ungefehr imdas Gesichte. Dieser Zufall schmcrtzte ihnzumahl da er ihn nöthigte, seine angefangene^ Wrie der Grafen von Holland liegen zu lassen, . .„jlifl/schafftigte sich aber doch in seiner Blindheitund machte Verse, blieb noch acht Jahr in bien (V 'fei)stände, und starb r66o im May. Manvon sehr verliebtem Temperamente aewesi, we 'zn manchen lustigen Galanterien verleitetnc Schrifften sind: anriquiralum batavicarlarium ; Batavia illustraca ; Bataviae corn*omnium historia; miscellanea philolog iC3 ’na latina & belgica ; populäre Hollandis c I uC d^'collectanea veterum tragicorum ; norae m . Mdie sich ehemahls in D. Joh. Christ. Lehma täi i0bliothee zu Leipzig im Manuskript befunden >

Rapb. Voherranum de magistratibu' 8- iaCRomanorum, die MÜN auch in i>^Sälk’ t a re ^