Band 
Vierter Theil S - Z.
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501-502
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S E N E C A

SENECA

SENECIO

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schöne Excerpta aus den declamationibus der ûl íten Griechen und Römer zusammen getragen, davonletzt unter dem Titel Controversiar. noch 5 Bücher,oniTcv den Fragmencis , übrig sind. Wir besitzenauch von ihm librumfuasoriarum; welche Bücher ge-meiniglich mit seines Sohnes. Wercken gedruckt wor-den. Anr. Fa. PB.

SENECA (Lucius Annceus), Marc: Annal GenecaSohn, und einer der berühmtesten Weltweisen unterden Römern, war in der spanischen Pflantz-Stadt Cor-duba, aus einem vornehmen adelichen Geschlechte ge-bohrrn. Sein Vater nahm ihn bey noch jungen Jah-ren mit sich nach Rom, und führte ihn nebst seinenandern Brüdern selbst zu der Redekunst an ; weil er mitder Zeit einen geschickten Advocaten aus ihm erziehenwoltc. Doch hatte Geneca seiner natürlichen Be-schaffenheit nach eineweitgrösscre Lust undNeigungzuder Philosophie, welche zu bcgreiffen er sich zuerst aneinen Pythagoraer, Nahmens Sotion, hernach anAtralum einen Stoicker, und sodenn an den Demc-erium, einen Cynicker, hielte, und die vornehmstenLehr-Sätze dieser drey unterschiedenen Secten mit sol-chem gutenUrtheil fastete und annahm, daß er aus al-len, ja selbst auch der epicurischcn, was seinem Gut-düncken nach das beste war, beybehielte, ob er gleichdenStoicis den Vorzug einräumte. Inzwischen mu-ste er doch seinem Vater zu Liebe eine Weile einen Ad-

° vocatcn abgeben, welches er auch unter der Regierungcher Kayser Tiber« und Laligul» mit solchem Beyfallvollbrachte, daß er sich nicht allein ein grosses Ansetznund Rufs, sondern auch verschiedene Ehreu-Skellen,und darunter die Würde eines Qvästvris erwarb. Erlebte während dieser Zeit in einer vollkommenen phi-losophischen Stille und Ruhe, daher auch von seinendamahligen weitern Umständen nicht viel bekanntist;bis dieselbe unter dem Kayser Llaudio gestöret wurde.Geneca ward nemlich von der unartigen KayserinMcffalina eines geheimen Liedes-Vcrstäudnisses mitder verwittweten Printzeßin Julia beschuldiget, und»»gehörter Sache von ihrem Gemahl auf die InselCorsica ins Elend verwiest». Daselbst muste er achtJahrclangaushalten, bis ihn die Gunst der nachfol-genden Kayserin Agrippina wieder nach Rom, und indie vorige Freyheit, auch zu der Würde eines Prätorisverhalf. Sie vertraute ihm zugleich die Unterweisungihres jungen Printzerr Domirii Lleronis an, welcherGeneca nebst einem andern Manne, Nahmens Bur-rhus, mit allgemeinem Beyfall, und dem besten Fort-gang auf Seiten des Printzen vorstand. Als dar-auf Nero den kayserlichen Thron bestiegen, bezeigte eranfangs alle ersinnliche Hochachtung gegen diesenLehrmeister, den er auch so reichlich beschenckte, daßsein Vermögen auf etliche Millionen werth geschahetward. Dem guten Geneca war bey diesem grossenGlücke nicht wohl zu muthe; daherer sich mehr als ein-mahl desselben entledigen, und es dem Kayser zurückge-ben wolte, um dadurch die Zahl seiner Neider undMißgünstige», soviel ihm möglich war, zu mindern.

Allein es veränderte sich sein Glück zuletzt vonse . fDer Kayser, der nunmehro ftine Sirten gantzdert hatte, faste einen heftigen Groll wider ihm ^nach einer langwierigen Verstellung endlich i° ^ ,

ausbrach, daß unter dem ungegründeten Vorwa

als wenn Geneca anderpisonisthen Zusammen^ ^schwörung Theil genommen hatte, worinne er »gantz unschuldig war , ihm mit einmahs anbest'iward, sich das Leben zn nehme». Er vollstwcuesen Befehl mit einer stoischen Großmut!) uuf ^seiner Landgüter N.C. 6;, im la derRegierung^^dnis, da er sich im Bade die Adern öffnen ließ,also Blut und Leben zugleich im 62 Jahr seines u",.verlohr. Er schrieb de ira; de conl'olationeviam; de conl'olatione ad Polybium;de consolé 1 f() .ad Marciam ; de otio aut secesl'u sapientis; de kvidentia ; de animi rranquillirare ; de conlkann^^piencis; de clementia; de brevirate vitre, d e ybeata; de benesiciis; epistolas; quaestionesn 3t ^les; ctKox.o\oxCvraitriv. Die Bücher de moribos^.virtutibus cardinalibus; de paupertate& P 1 ' 0 ^*^nebst den Briefen an Paulum, die wir unterNahmen haben, sind untergeschoben: Seineten aber de superstitione, de marrimonio, de, ^deiitußt sactis TEgyptiorum, de forma ai:an %jytifl

lohren gangen. Vor die besten Auflagen seiner Çfeil, werden Iusti íLípfti undIacobi Gronov»,gehalten. Lipsü Leben Geneca, welchesder gedachten Auflage findet, ist eines vonSo haben auch dasselbe A. Schottus, iTbIoh. Schildius, Franc. Salvator rc. beD^ ^Qhristiani Staucbii dislert. de christianifi» 0J.A. Scbtuidii dislert. de theologia Senec*.

Suctonias. Lintrupii praefat. ad Petri Suam n S lde theologia Senecse. Ant Fa PB.

S E N E C A Tragicus, soll 21.(1.60 gekbe (

Bruder oder Sohn des vorigen gewesen sey» > " „eo!ihn einige fürGenecam philosophum ftW'útiï'andere aber für den M. Annäum Lucanu^Esistaber wohl ausgemacht, daß die 1/

Nahmen vorhandenen 10 Tragödien,

Hercules furens, 2) Thyestes, 3) Thebais, ® ^0^nus)f Phoenisl'a,4) HippoIytus,5)OedipUS,

7) Medea, g) Agamemnon, 9) Herculesund 10) O Lkavia, und zwar die vierte,sechstede von Luc. Ann. Geneca,die erste, andere, 1"'achte von Marco Ann. Geneca, die "w s ^lckvon andern verfertiget worden, Sie . (( nr1728 zu Dekfft in 4 von Ioh. Lasp.Schroausgegeben worden. Ant. Fa. - a i 1 ^

SENECA (Auguslinus), ein Augustiners-Rom, war 1276 Diffinitor seines Ordens, «a ,1295, und hinterließ tract, super ave M ^ aJ ,gel .de beata Maria , und tract, super mislus e jjjj Pwelche Wercke zu Eöln bey den Augustiner .nuscript anzutreffen. 6an. §stdt L

SENECIO (Herennius), ein Historiens jN à1 Secnli, hat des ^elvivii ssrisci Leben, anl » '