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und lehrte dieJura daselbst,von bannen er 1474 nachPisa beruffen wurde. Sein Ruhm vermehrte sich der-gestalt, daß man ihn auch nach Ferrara berief,woselbster vier Jahr lehrte. Hierauf kam er nach Bologna,und > endlich wieder nach Pisa, nachdem man ihmeinSalarium voniaoo Ducateu versprochen. Zwi-schen ihm und dem Jason Mains war eine grosse/Emulation, daunenhero sie öfters gar scharf mit ein-ander disputirten. Jason kani endlich nach Pavia,und Gocinus wolte auch heimlich vor der Zeit nachPadua gehen, wurde aber ertappt und eingesteckt.Man klagte ihn auch zwFlorentz wegen allerhand Be-trügereyen, und so gar wegen beleidigter Majestät an,wobey einige auf eine Lebens-Strafc drungen : alleinLaurentius Mediceus legte ihm keine andere Strafeauf, als basier noch eine gewisse Zeit um wilikührli-chen Sold zu Pisa lehren solle, da mau ihm denn dreyJahr,undjährlich icooDucaten ausmachte. Nachdiesem ist ernachBouolnengekommen. Endlichabcrhatte er das Unglück, daß er wegen einer Krauckheitan der Zunge, sein Amt nicht mehr verrichten konce:und weil er auch ziemlich unordentlich lebte, gcricrher in grosse Armut. Er starb 1507 in seinem Vater-lande. Dem Spielen war er so ergeben, daß, wenner selber studircns halber nicht spielen konte, er dochgerne etliche, die da spielten, in der Nahe hatte, die ihndenn, wenn sie ein gut oder verwirrtes Spiel hatten,dazu ruffen meisten. Man hat seine Consultationesin 4 Voll. 1516 und r;8o zu Venedig, und 1607 zuStraßburg in folio gedruckt, dabey sich auchdieCon-sultationes seines Vaters befinden; sein Tractatabcräe regulis juris ist 1566 zu Lion in folio, lind 1663 zuCölln in 4 heraus gekommen. Als er einstPabst Ale-xander VI im Nahmen seiner Landesleutc gratulirensollen, blieb er mitten in der Rede stecken, und kontenicht weiter; dergleichen ihm auch zu Venedig wie-derfahren. Pet. Crinitus de honesta disciplina. Panz.B. Pap.
SOCINUS (Faustas), Lälii Socini Bruders Sohn,breitete die Irrthümer seines Vettern, sonderlich, daer 1562 nach dessen Tode seine geschriebenen Sachenbekommen, mit solchem Fleiße aus, daß er vor denfürnehmsten Urheber derer von ihm genannten Sori-nianer gehalten wird. Er wurde zu Siena den 5Dec. gebohren. In seiner Jugend wandte ereben keinen Fleiß auf dir Studien; nachgehends abertrieb er zu Basel die Theologie. An. 1578 disputir-te er zu Zürch wider Franciscum Puccium, äe statuprimi hominis ante lapsum, und als in Siebenbür-gen der Streit, zwischen Francises Davisis undGeorg LstanSrata von Anbetung des Herrn Christientstanden, wurde Socinus dahin beruffen. denselbenbeyzulegen, wiewohl er nicht viel ausrichten konte;
. hielt sich langeZeit zu Fkorentz auf, begab sich hernach
' nach Deutschland, und von dar nach Pohlen. Anno1598 kam er zu Cracau in grosse Gefahr, indem dergemeine Pöbel auf Anstiften einiger Studenten mitGewalt in sein Zimmer brach, und ob er gleich unpaß
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war, ihn auf den Gassen halb nackend herumauch mit Schlägen übel tractirte,uud schàihn hängen solle. Endlich errettete ihn n0 T ( c *fessor zn Cracau aus ihren Händen; wiewohl^ .ich
alle seine Mobilieu, sonderlich feine Manusccw 'lohr, worunter ein Merck wider die Atheisten ;welches er vor andern bcdaurere. Er stm?Mcrtz 1604. Seine Anhänger gestehen stwss ^von sich und feinen Meinungen zu viel gcsia»*'' u „&über geringe Dinge zum öfftern hefftigüberhaupt vielVermessenhcit, Vorwitz und ^
scsscn, wie denn solches einige von seinen bestens ^
den noch bey seinen Lebzeiten ihm verwiesen ) ^Er hat unterschiedene Schrifften, etliche auwoder unter einem falschen Nahmen, da er. Lopez, bald Dpsioaum, bald Martin L>e!iuM/ ,,et,wieder Urbevckünum oder Turpionem rc. genachgelassen. Dieselben sind: de Magistrat** > l ^ e s
de loco cap. 7 epist. ad Rom. ; animidverl- ‘ n eJi3 fH-co Ilegii posnaviensis ; dich. adversargumenti pro trino & uno Deo, una cvw r .r.»ad quisdam theses; synopsis justification* 5 tper Christum ; de chde & operibus , quod in-justifié, nostram ; disput. cum Cbriß. Frâ fíC j efi ( t o<fnore Clirìsti; tract, de CcenaDomini cum d*adversus Job. Niemojev'mm-, rel’ponfio a^ /^jpif*'cki librum de divinitate Christi, silii lse*> V'tusSancti; explicatio concionis Christi» ^ ç 0 pb l "
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VII; lectiones sacra; exfdicatio elenchoru*».sticorum exemplis theologicis illustra ta
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baptismo aquse ; miscellariea; epistols a “ _ 2 fs 1 *,.liber de Scriptura S, auctoritare, so slUCÍ)zvsisch herausgekomen ; liber de veo.Chriuo.
institutioreligionis christian-r; explicatio *°, e p*‘ 'XVI, 18 ; prastectiones théologie* ; Comm• *»Johannis; de ecclesia; de senil o tractat uS . ^ sl**fsia &miffione ministrorum ; disp. de adorat*o^^.Msti; responsio prior ad theses duas '?>^ j,iêde non invocando Christo &c welche r
gestimmt in der Libliotheca Frarrum poloi*
Hen re. Sandii biblioth. anritrin. ; : giv 1 'SOCINUS ( Lselius) , des jungtrn tn«t« Äfwar zu Siena 1525 gebohren. Sein Da" ^ All»dem Studio Juris gewidmet, welchem 1. Lfergab, zugleich aber sich in der Théologie»zu dem Ende die griechische, hebräischeSprache erlernte. Hierdurch bekam erdie Irrthümer der eatholischen Kirche zu er ^fiel aber dabey selbst in grobe Jrrkhunicr,die Heil. Dreyeinigkeit und die Genugth»' ^ ({rleugnete. Dicserwrgen war er nirgends lthat eine Reise durch Franckreich,Eng*lla /Mchderlande, Deutschland und Pohlen, und <lich zu Zürch nieder, woselbst er seine Jrrtv»lich hielte, und 1562 starb. Erbesaß
Scharfsinnigkcit, mit der er sich so c " ^ ^
er sich von seinen einmahl gcfasten Mec»keine Gründe abbringen ließ. Dabey a d*