Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
675-676
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S O N E R

b B u^ ( Er »P). ein Philofophus und Medicus, ge-àauff ’ U Nürnberg, allwo fern Vater Mareus ein^cf)cn st Qnn Wstr ' l ' cn Maximilians II aber mit ade-die s,/^"ten begabt worden, 1572, zohe 1588 aufPhj, ^dciiue nach Altorf, legte allda fowol in der»ob», s als Medicin den Grund seiner Studien,à'r-ldj? im 2g Jahre seines Alters den Magi-- n ' ward Hofmeister bey einigen jungenAeie,,, Patriciis, welche er sodann 1597 auf- iuhrte. ' Ts -

!!."Slückli,

Der Anfang derselben war ziemlich

durà"^ r ' îudem er erstlich nicht gar weit vonHam-Gefà ^ulbft er sich zu Schiffe gc,ctzt, in die äusserstez>, leiden^î"îth, mit seinen Untergebenen Schiffbruchdovjg "ud bald darauf in Leiden von Andr. Vol-fallg Jj! 1 ®. Ehristophoro (Dftotoöo, welche sich eben-îu Ann "uigen jungen Herren daselbst aufgehalten,ivurd, ^ der socinianischen Lehren verführetMandait sonsten gemeiniglich dafür, daß8cbrà?^^'u« diese Veränderung bey ihm zuwegeté Est aber solches nicht einmal wahrschein-?ran beyder ihre Umstände der Zeit nach»ach dalt. Von Holland begab er sich fernerdiia^j EEand,Franckreich und Italien, setzte zu Pa-"1 ' ,,aà ^^Eum eine Zeitlang fort, und kehrte dar-ben er 1621 zu Basel auf seiner Rückreise

"mDoctoris Medicinä erlangt, wieder nachfji, ^®Ülbst er eine Zeitlang mit grossem Zu-^cher^j.^^icinische Praxin trieb. Als aber Phil.un Ttelr- gestorben, wurde er 160; in Altorf an des-uclltz Professors Physices und Medicinä be-

ste ^taefí ert Remtern er mit grossem Ruhm und Ei-'Ünb.n "^^n, wiewol er übrigens an diesem Orte^kich angerichtet. Denn er bemühcte sich zu-^^'Ubreie ""'anische Lehre unter der Hand möglichststklchx und zog nicht nur hierdurch sehr viele,k 11, bv>, sl r r l * Uk)Dr an diesen Meinungen Belieben hat-®. le seti 0 }i«- t m ^"en her nach Altorf, sondern flößte» ^elch- andern, und fürnemlich denjenigen^ Eedvck^ Aufsicht über andere harten; wobey« ^ei>n,.v^b so stille i„s Merck richtete, daß man[ ü f ih„ g ehJ ^. e . ltett fast nicht einmal einigen Verdacht>, ^areu x"^ 1 ’ 11 ' Einige seiner vornehmsten Schü-UfiCu ö und JohLreU; wie denn der erste1 ^on ec ,? n f'nem Orte beschrieben, aus was Artbekan^e ^"em Socinianer gemacht; der andere«ststen, n,.L/ er unter allen seinen Lehrmeistern^ ^ Sonera zu dancken habe. Sonerten Nicht 28 September. Er ward zu seinerfi,, Andern », nor einen glücklichen Medicum gehal-» Agkeit t„ Kr auch sonderlich wegen seiner Scharftl YiVbUosophie berühmt; wie er denn in»in chen hatte ^ ^""3 des Aristotelis wenige seines4 rl ß r . ScineMctaphysic, oder Commenta-

«naf^ el ^irktp/ I ,T eta ? hyslcorumllbro '' I2 ’^ ai ^ 0 ^Utih 1 qeffofu l6 44 ü' seiner Philosophia altorfina

Ivrrde « s- wiewol er daraus unterschiedliches,î^N weggx,,ff nus der Theologie mit eingcniischte>ein Comment,ad organum Art.

SONN ACIUS SONNIUS 676

stotelis aber ist noch ungedruckt vorhanden. Ausserdiesen aber hat er auch den ersten Entwurf von einemsocinianischen Catechismo verfertiget, welcher ausserZweifel mit dem noch nngedruckten Jibello de obe-dientia einerley ist. Seine andern Schrifften sind:Demonstrationes quod xterna imptorum supplicianon arguant Dei juíliriam, sed injustitiam ; argumen-ta ad probandum, solum Deum Patrem eile illumDeum Isr.elis; Epistolx medicoe; Difpp. de ine-lancholia ; de materia prima ; de motu ; de iri-de coelesti; Oratt. de insomniis, de vica contem-plativa, de Theophrasto Paracelso ejusque pernicio-sa medicinä. Sein Leben hat George Dichter in«rat. funebri beschrieben. Sandii biblioth. antitrinit.Zeltneri historia crypto-Socinismi altorfini.

SONN ACIUS, Ertzbischoffzu Rheims, vorheroAr-chidiaconns, hielt 625 ein Concilium, und verfertigteStatuta, welche dolvenerius zuerst edirt, darauf sie indie bibl. PP. maximam gekommen. Von seinem Te-

. stamcnte trifft man in Hodoardi bist. remenst ver-schiedenes an. Fa.

de SONNECK, siehe von Ungnade.

SONNE MANN (Anton Daniel), eilt JCtus, gebüh-ren zu Lübeck, studirte daselbst, zu Helmstädr undFranckfurt, wurde an dem letzten Orte 1674 Liccntia-tus Juris, gieng, da er sich einige Zeit in seinem Va-terlande aufgehalten, wieder nach Franckfurt, undwurde Doctor, wie auch 163; Professor Juris extra-ordinarius, hernach aber ordinarius, starb frühzeitig1699, und ließ Disp. inaugural, exhibentem jus lu-becense ad methodum Inftitutionum, subjunctis ju-ris communis differentiis,bte Man auch unter Sam.Streckst 168; zusammen gedruckten DissertationenVoll. II findet; 'Disp. de divite; de jure infantum;de jure potiore ; de brevitate temporis ; Proclestio-nes publicas ad leges notabiliores Digestorum &Co-dicis; Jus novellarum Constitutionum Divi Justi-niani explicatum, so erst nach seinem Tobe 1699 her-aus gekommen, und 172; aufgelegt worden. Seei.

' Mol.

SONNENTALLER (Johann), ein lutherischerTheologus, hat um 1524 gelebt, und Ursache, war-um der vermeinte geistliche -Haufe das Evangeliumnicht annimmt, sondern verfolgt, geschrieben.

SONNIUS (Franciscus), mit dem Zunahmen de Uam.po, oder van den.Velde, in Brabant, in einem Dor-fe, Nahmen Son, gebohren; wurde Docror Thcolo-giä, bald darauf Pfarrer, ingleichenCanonicus zu Lö-ven, endlich Bischoff, erst zu HcrtzogeKbusch, hieraufzu Antwerpen, war auch Canonicus zu Utrecht, con-ferirte auf dem Collogvio zu Worms mit Melan-chthone und Llacio, wohnte auch dem Concilio zuTrident bey, starb 1576 den zo Jun. zu Antwerpen,im 60 Jahre, und verließ Demonstrationes relißio-nis christianas ex verbo Dei ; de sacramentis ; Con-furationem calvinian® secta: per ßelgium spatste, lar.& belgice; totius Belgicas divilionem ad opprimea-T t z duin