Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
1323-1324
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TRISTAN

T R I S S I N O

ÌSj' sich mit sonderbarem Fleiß auf diePhisch. ,' und begab sich, nachdem er seinen philoso-1 « tiachsu'* lr ^ uni Zkendiget, zu Demerrio Lhalconvyschjsch^^üyland, da er denn von demselben die grie-Tvdxlernte, und ihm sodann nach seinemäirchx Dankbarkeit ein schönes Grabmal in derer xj„. ~ f '. Salvatoris errichten ließ. Hierauf triebbr«ch^ ^>"tlang insonderheit die Mathematik, undderselben sehr weit; wiewohl er auch% il»i-° ,àn Poeten las, und zuweilen selbst ei-chen ^""auische Verse machte. Da er nun bey sol-"gen das 22 Jahr seines Alters erreichet,^ nac!) Rom, und machte sich mit denSu seitie?»^tm bekannt, kehrte aber von dar 1503Ngchj)^ Familie nach Vicenza zurück, und baucte,Fllißr 9 | st et sich verheyrathet, zu Criccolo, an demsi jcl^„ , gv, ein treflich Land-Haus, dazu er die RistErà.^^ertigte, wobey Andr. Palladio die erstenIeln der Bau-Kunst erlernte. Hieselbstheit, ^edene Jahre in erwünschter Aufricden-dci,.. s-j'dm endlich seine Ehegattin starb; da er sich^Sab 2 wnrbniß zu steuern, wieder nach Rom<1 *àa seine Tragödie, Soplioni;l>a, schrieb,*<tg. 0?.® x mit grosser Pracht öffentlich aufführen^erum aber bemcldter Pabst wahrgenommen,wässern ix sltlcin »um Versemachen, sondern auch zuWichtig'"äugen zu gebrauchen sey, schickte er ihn inn? ^"Gelegenheiten 1516 an den Kayser Ma-^l'da er denn so besondere Geschicklichkrit^Paba ^ erwies, daß er seine Hochachtung beypy de»,«,"'" à grosses vermehrte, und sich zugleichsir ^?ler in besondere Genade setzte. Eben die-ei„^b ehe ertheilte ihm naä) einiger Zeit die Wür-e'-s gs,,. Amitié, und machte ihn zugleich zum Ritterí° r 8cqchf. netî ^lieffes ; ob schon etliche ohne GrundSrt( hü!,' Carolus V ihn mit diesen Vorzügenr lvvhl Jmmittelst ist nicht zu leugnen, daß- nu s i? c °* U6 v als auch schon vorhcro Maximr-

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, ctl *cf)t ? . 5 " unterschiedlichen Negoliakionen ge-«h îîtzx/f Zuneigung gegen ihn auf mancher-

4?' ' S2i ai1 /' sl 3 geleger. Nach Lconig X Tode, dererfvlgtr, wendete er sich um seiner eigenenà, ^"en willen, wieder nach Hause, wurdeClemens VII den päbstlichen Thron be-rückte ibn ^"muach Rom eingeladen. Dieser Pabstj.^Kays" hernach zu verschiedenen Zeiten sowohl anan die Republic Venedig, und erzeigte^"ke, hjt' J* a er Larolum V 1530 zu Bononien;'!> Echrn^^^ordentliche Ehre, daß er sich von ihml'ch seihst u situes Mantels nachtragen ließ, warumr ssin, ti nr !. m ß. c Fürsten bemühet hatte». Als er nachpüen, ."ach Vicenza gekommen, fand er in,Evhn » ^ Unruhe und Streit, indem sicherster Ehe mit seiner Stiefmutter aufü Parte» Ertragen konte. Trisiino nahm hierbei)1 Ü^&nten bjemahlin, enterbte auch seinen ietzt-^ Verruöa?"^^ Iulium,in derMeinung, seingan-mit der andern Frau erzeugten

Sohn Liro zuzMenden, und kehrte sodenn um dasJahr 1540 naclMvm zurück. Julius hingegen ver-langte, daß ihm sein mütterlich Erbtheil und Vermö-gen, dessen sich der Vater angemasset, heraus gegebenwerden solte, und wurde von seinen Anverwandtenso wohl unterstützet, daß er den Proceß bey demSenat zu Venedig gewann, nahm auch sogleich dar-auf sowohl das Haus als die übrigen Güter seinesVaters in Besitz, und verursachte also, daß derselbevoll Mißvergnügens 1549 nach Rom gieng, und da-selbst 1550 in einem Alter von 72 Jahren starb. Erwurde von den Gelehrten seiner Zeituberaus hochge-halten, wie ihm denn sonderlich Giov. Ruccellai, derihm sein Gedichte delle Api zugeschrieben, unter an-dern eben denjenigen Ruhm beygeleget, welcher vonvirgilio in seinen Georg. I. 2 v. 490 einem weisenManne überhaupt, und noch klärer von Lucretio 1.1v. 31 dem Epicuro gegeben worden ; aus welcher Ur-sache etliche Trisiinum für einen vollkommenen Epi-curcr oder Atheisten haben ausschreyen wollen; wi-der welche Beschuldigung ihn aber der vicentinischeAbt Lheccozzi in einem weitläufftigrn Brief genug-sam beschützet hat. Seine Schrifften sind : la Italialiter ata da Gotti, in Versen ohne Reimen; carmin»latina ; le sei divifioni della poetica ; Dante della vol-gare eloquenza tradotto in Italiana, Unter dem Nah-men Johann Baptist« Doria;grarnrnatiee5 introdu-ftio; Ritratti delle belli/firne donne d' Italia ; Rime di-verse; la Gramatichetta ; la Sofonisla, tragedia; i Si-millimi, Comedia ; Epifiola de la vita, ehe deve tenerettna donna vedova ; orazione al Doge Gritti ; Epifioladelle lettere nuovamente aggiunte ne la lingua italiana,dagegen Llaud. Tolomei unter dem Nahmen AdrianFranci delle lettere nuovamente aggiunte libro diAdrian Franci, da Siena, intitolato il Polito , Lnde-teig Martelli Rifposta alla epistola del Trisiino delleLettere nuovamente aggiunte alla lingua volgarefiorentina, Agnolo Firenzuola Difcatciamento dellenuove lettere inutilmente aggiunte nella linguatofeana; Nicolo Livurnio aber Dialogo iopra lelettere del Triffino nuovamente immaginate nellecose della lingua italiana heraus gegeben; da dennTrisiino dem Tolomei in einer Schrifft Dubbi gra-maticali , dem Martelli aber in einer andern unterdem Titel Dialogo intitolato il Caßellano, nel quäle fitratta de la lingua italiana , die er unter dem NahmenHenricus Doria bekannt gemacht, geantwortet, wor-auf sich Vinccntius Grcadini in den Streit gemen-get, und zu des Trisiino Vertheidigung Opusculumin quo agit utrum adjectio novarum litterarum ita-licas lingux aliquam utilitatem pepererit, verfertiget,welche Schrifften insgesamt Gcipio Maffei zu Vero-na 1729 in 2 Fol. zusammen auflegen lassen. Maffeiin prxfat. Tom. Pap. BJ. Glor. Teils. Im. Nie.

TRIST AN (Caspar), ein Spanier von Valentin, sovor sein Vaterland gehalten wird, florirte um 1606und schrieb de Clerieo medico. Ant.

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