rzr§ TRISTAN
T R IST A NUS Eremira (Francisais), «t U frantzêsi-scher Poet, gebohren auf dem Schlosse Souliers, inber Provintz de la Marche, beschrieb die vornehmstenBegebenheiten seiner Jugend selbst in einem Roman,den er Page- disgracié betitelt, und gab darinne unterander», zu erkennen, daß der bekannte petsus Ere-mit«, und der blutdürstige Tristan l'Hcrmlle unterfeine Vor - Eltern zu zehlen fe»)n. Anfangs war er,wie er ferner vorgiebt, Page bei) -Henrici IV natürli-chem Sohn, dem Margvis de 'verneuil, schlug sichaber ohngefehr im iz Jahr seines Alters mit einemvon der Garde, und reterirte sich, weil er seinen Geg-ner getödtct, nach Engelland, allwo er verschiedeneAvanturen hatte, und sich darauf entschloß, sich zudem Connétable Io. SeVelasco seinem Anverwandten,nach Castilien zu begeben. Als er aber nach Poitoukam, und kein Geld hatte, ward er von Scävola Sam-marthano in Dienste genommen, welcher ihn als ei-nen Lectorem in seinem Studiren gebrauchte; erhieltauch darauf die Stelle eines Secretarii bey dem Mar-qvis de Vlllars-Montperat, und gieng in solcherQualität mit demselbigen »ach Bourdeaux. Als aber1620 der Hof dahin kam, wurde er, da er bis dahinseinen rechten Nahmen und Hcrkunfft seinen» Herrnverschtviegen hatte, erkannt, und von dem KönigeLudovic» XIII vollkommen begnadiget. Nach die-sem hielt er sich an des Hertzogs von Orléans Hofeauf, wurde 1649 ein Mitglied der Académie fraucoi-se, rrnd starb endlich mit grosser Andacht in dem gvi-fischen Hause den 7 Sept. 165;, in dem 54 JahreseinesAlters. In seinem Leben war er ein unordent-licher Haushalter, und sonderlich dem Spielen sehrergeben,daher er nichts vor sich brachte,und siel» sonder-lich wegen semer elenden Kleidung öfters neuste durch-ziehen lassen. Da er auch den bekannten Verfasserder frantzösischen Opern, àinaut, zum Schüler ge-habt, pflegte »uan zu sagen, er hätte zwar demselbenseinen poetischen Geist hinterlassen, doch ihin keinenMantel dazugeben können, wie Ella» dem Elisa, weiler selbst keinen gehabt. Seine Schrifften sind ausserobgedachten Page disgracié, davon aber nur die 2 erstenTheile 164z zu Paris gedruckt worden, tes amoursoder galante Gedichte: la lyre, oder vermischte Ge-dichte ; Plaidoyers bißoriques, ou discours de controver-se; Lettres mêlées ; vers beroiques ; les heures dehn sain-te Vierge, accompagnées des prières, méditations sf in-struâions chrétiennes-, so wohl in Prosa als in Versen;verschiedene Tragödie», 5. E. la Mort de Chrispe, oules malheurs domeßiques du GrandConflantin (gsc. wor-unter sonderlich die, so den Titel Mariane führt, inHochachtung steht u. a. m. B. Mist.
TRISTAN (Jaimus ober Pecru« Jxob), ein spani-scher Minimit des Ordens St. Francisci de Paula inder Diöces von Barcellona, lebte um 1618 undschrirb:
tnchiridion 0 breve chronica de Varones ilußres en fan-tidad de los Mhiimos de S. Francisco de Paula. Ant.
TRISTANUü l'tremirede Souliers (Jo. ßaptista),ein Bruder des vorhergehenden Francisci, legte sich
TRISTAN TRITHEMIUS
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sehr auf die Genealogie, und schrieb:
noblesse de Tourainc', le cabinet du Roi ^ 0U!Snant plusieurs fragmens $Jc. welches in das ^ jj,ment der Mémoires Je Comines gesetzt t» cri
TRISTAN (Johannes), Herr von St.
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du Puy d'Amour, ein Sohn Laroli Tristan ,zu Paris die Bedienuirg eines Auditeur des ' Ab-hatte, hielt sich au des Hertzogs von Orlea»ston ve France, Hose auf, brachte es inqvitäten sehr weit, und schrieb Commenta ir. -
contenans ( bifloire generale des Empereurs ]•Pertinax par Medaiües, in; Tom. infol-welK ^44, und 57zu Paris heraus gekommen, darin 'alten Medaillen mit vieler Gelehrsanssen ,xticwieivvhl einige Anmerckungen ein weE "Anissshergeholt zu seyn scheinen, und sich mit i>c!n ffiin*"Urheber solcher Müntzen schwerlich zusanu»' ^lassen. An. 1641 gab FranciscusHistoriam auguflam,darinne er ebenfalls die ^in italiänischer Sprache erleutert, an Tag/ " * 00?cirte solches Merck dem Hertzog von $
dem er aber, ohne Zweifel aufTristaniAniuii^b^ne Belohnung dafür erhielt. Damitbeweisen möchte, daß die Arbeit A n m 0 {keine Hochachtung verdiene, warffer demstl«'^ .^eiiSchrifft sehr viele Fehler für, gerieth abcr^^d„jh>>mit demselben in hcfftige Streitigkeiten, imu ^Angeloni mit gleicher Müntze bezahlte- scger packte er airch i6;o den P. Sicmauo n ( tiderselbe etliche Müntzen nicht' nach fti^wklärt hatte, und »vechselte mit demselben J si«unterschiedliche Schrifften; als er aber «yerklärte, daß er den Streit so lange, aw 'Gegner gefiel, fortsetzen würde, liessen bAngeloni als Sirmond triumphiren, »nl > ^ vo"gar nichts mehr wider ihn. Tristan « '
dieser Zeit an auch nichts weiter ansLmss/ ^ av/noch etliche Jahre gelebt, und erst i6;^."r>gieng. Spanbeim de usu & prasst. nuw"M-TRISTAN (Petr. Jac.), siehe Tristan Ü^s ^TRISTAN (Vincentius Paul.) , ei» fP sll 'Süllvon Valentin, lebte 1612, und schrieb »n ^ f r ot°maria relacion de la vida y muerte delGeronim. Simon. Ant. 0t
TRITHEMIUS (Johannes), ein deutscher ^ ^bohren 1462 den i Frbr. in dem ohnwe»gcnen Flecken Trittenheim, wovon ^men hat. Sein StieftVater »volle dugestatten, daß er einige Zeit aufs Studnr,^er'Da cr aber besondere Lust dazu verjpurte, 'dein i; Jahre seines Alters an, sichauf ,se Rath zu schaffen, und begab sich ^Äbare"'Fseine Eltern sei,liessen, zu einem seinerN ^.ssàihn in dem Lesen, Schreiben, und >" ittl
Gründen der.lateiuischen Sprache l!nt S rt rh „acil * l ..m
auf lief er heimlich davon,und kam erstjw ,xe
sodann, aber nach Heidelberg, wostlblkk 0