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er ein Clericus an der Kirche S. Johannis im Late-ran, und machte sichhiernechst bey einem von denda-sigen Canonicis so beliebt, daß ihn derselbige um deran ihm verspürten Gaben willen nicht allein zu sichnahm, sondern auch selbst in der lateinischen undgrie-chischen Sprache unterwies. Da er nun hierinne gu-ten Grund gelegt, und sich sodann auch ein wenig inden Alterthümern umgesehen, verschaffte ihm gedach-ter Canonicus nicht nur einige Beneficia an vorbe-meldeterKirchen, sondern trug sogar keinBedencken,ihm sein eigenes Canonicat freywillig abzutreten.Nicht lange darauf wurde er mit den gelehrtesten Leu-ten in und ausserhalb Rom bekannt, weswegen ihnder Cardinal Rainutius, und nachdem derselbige ge-storben, dessen Bruder, der Cardinal Alexander Far-nese als seinen Bibliothecarium in Dienste nahm.Der Cardinal Laraffa aber brachte ihm durch seineRecommendation bey dem Pabst Gregorio XIII einejährliche Pension auf das Bißthum Aversa von 200Ducaten zuwege, die er zu Anschaffung vieler Manu-seripte, wie auch eines Cabinets von allerhand kost-baren Gemählden, Statuen und Medaillen, ingleichenzu Verpflegung seiner Mutter, die er jederzeit zärtlichliebte, anzuwenden pflegte. Als er endlich seineSchwachheit und heran nahendes Ende verspürte, ver-fertigte er sein Testament, worinne er dem CardinalMdoard Farnese sein Cabinet, seine Manuscripta aberder vatieanischen Bibliothec, ferner seine gedrucktenBücher dem Horario Lanccllotti, und dem Bischoffzu Camerino,GentilioDelphini, 2200 Thl. vermacht,und starb sodann den igMay 1622. SeineSchriff-ten sind: Farnili« romans:, qu* repcriuntur in anti-quis numismatibus, die Larl Patin l66z vermehrtedirt, Gräviusaber in den Tom. VII seines Thefau-ri antiquit.rorn. gesetzt; not« adAi. Catonem,M. Var-ronem, und die übrigen Scriprores rei rustics ; not®in Sextum Pompejum Festum de verborum significa-tione ; not« in SaUuflitm, Cafarem, Livium, VeUejum,Tacitum, Suetonium, Spartianum, 8c alios, die Man auchbey seinen fragmentis veterum historicorum ange-druckt findet; wobey ihn aber einige beschuldigen, daßer die Anmerckungen über den Casarem auá 'einemMannfcript des Liacconü, welchen er doch nicht ge-nennet, abgeschrieben; ferner Virgiliuscolhüonc scri-ptorum graecorum illustratus; not« in omnia Cicero-ni! opéra; Arnebii difputationum adverfus gentes li-bri VIII, 8c Minncii Felicis Octavius; tr. de biblio-thecis, der in Maderi &cSchmidü collect.de bibliothe-cis Tomo I stehet; imagines 8c elogia virorum illu-strium e marmoribus, numis 8c gemmis express*, dieJoh. Faber 1626 mit einem cowmenrario auflegenlassen; Antonias Augttßitms de legibus 8c senatuscon-fultis Romanorum, adjunctis legum andquarum 5cscnatusconsultorum fragmentis, cum notis; PetriCiacconii de triclinio rornano liber lingularis, cumappendice; selecta de legationibus exPoJybio 8c aliafragmenta ex historiis,qu* non extant, cum notis ; no-vem illustrium fœminarum 6c septem lyricorum car-
URSIN
mina, elegi* Tyrtsi& Mimmermi, ac bucob’cs^,nis 5c Moschi, gr. 5c lat. interprète Laur. ^ d0 n(a oiLtelii Captlupi centones ex Virgilio; telkry'Fulvii Urlini 8cc. Josephus Lastalio hatbeschrieben, welches in den vids feiest«, die i**lau 1711 heraus gekommen, wieder aufgelegt^Plan. Er. Nie. Thom. Teiss PU. UC.
URSIN {George Heinrich), eilt Sohnrich», gebühren zu Speyer, studirte zuStraßburg undWittenberg, woselbster sichauf die Philologie legte. An. 1672 wurde er .^ft,pendiatus zu Regen jpurg zum Präceptor der ^1674 zum dritten Collegen, und 1678 9 sl f dector Gymnasii Poetices beruffen, schriebTaprobana, Cerne Sc Ogyride veterum; U 1 P n) delocustis; Observadonum philol. Iibrum “ Q'ßvariar. vocum etymis 6c significadonibus ^'^jdputationem de creationc mundi ; Notulas cr ^. ro3 da!eclogas virgilianas ; annotadones in Sente* £ ot [i-Theses ethicas de summo bono ; Dilp utat ’tudine vera; Onomasticon germinico- ^0 ^
zu Ende beygefügt worden eine Epistel cle p 1r
proprio Aoristorum usu; Grammadcam r;stituciones lingu* ladn* 8c germanic® ; i7°7
r® orbis descriptionem cam not.5cc. UNd>tden 12 Sept. im 60 Jahre. Geb.
URSIN (Heinrich), ein Pastor zu Curow in " ^um 162;, hat ein Horologium théologiegegeben. Mol.
URSIN (Joachim), siehe Gendlis (Innocentss ^
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URbiJN (joach.), ein Doctor Medicin^ ^6,^,11pen in Pommern, promovirte zu Rostock » . W><de hernach zu Lübeck Stadt - PhysischBericht von Erkenntniß und Untcrsch^ ( 0 *der, nebst einem Anhange von der Pestemal aufgelegt worden. Mol. , ü i).
URSIN (Johann), stehe Pirhopo-us (Lamk .URSINI (Johannes), ei» Ertzbifthoff 5 U J . )f[von Rom, schrieb Synodales conikirurio c iv'ir a 'rediras, privilégia 8c fundadones ecclcha ‘ j;5“'tis Neapolis ejusque dioecesis 8cc. und IMan. neefer ^
URSIN ( Johannes ), ein pohlnisth^ a 1Íbicinä und Legum Licentiatus, lebte f
Seculi, und schrieb Modum epilkolanar, w» ull j, ot
nebst des Verfassers epistolis exemp|^ r ‘tionibus gegen Ausgange gedachten Sk irrnennung der Zeit und des Ortes vermurvcau in 4 gedruckt worden. G«rre.
URSIN (Johannes),ein poHlnifcherM^c ^fiii Iberg bürtig, studirte zuCracau, teuw V Ijc gner Geburtsstadt an dasiger Sch>llss^,,^chPlir^diese Bedienung nachmals fahren, ^
übte sich daselbst 5 Jahr in der Achndsetuch allda in derselben Doctor, erhlsirückkunft eine medicintsche Profeß-o" i w