Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
2061-2062
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roSl WOLFRUM WOLIENGUE WOLLASTON WOLLEB r°6r

WOLFRUM (Michael), einSohnD. VitiìVolfrumvon Zwickari, gebühren den 14 Febr. 1606, ward1627 ju Leipzig Magister, 1632 Diaconus zu Ron-neburg, 1633 Pastor zu Meuselwiz, und 1639 Pastorund Ädjunctus zu Monstab, hatte 0 . Thom. Wein-richs Tochter zur Ehe, schrieb: Diss. de ventis &c.und starb den r; May r6;8- Heckers Jubel- Freu-de des Gottes-Hauses in Meuselwiz.

WOLF RUM, oder Wc-lfr-m, (Virus), ein lutheri-scher Thrologus, gebohren 1564 den 3 May zu Hild-burghausen in Francien, studirte zu Wittenberg, all-wo er den Gradum Magisterii annahm; hernach zuJena, Prag, Erfurt, Leipzig und Altorff; wurde erst1591 Diaconus zu Wittenberg, hernach DoctorTheo-logiä, 1593 Pastor und Superintendens zuZwickau;lernte die arabische Sprache erst in seinem Alter, warein hesstiger Feind der damahligen Crypro-Calvi-niste», und schrieb: orationem in landein linguearabicas; epistolas; Praxin evangelicam, so ein Ge-bet-B nch ist; Perieula arabica; dtffde irnaglnibns,earumgne nsu sc abnfn; de distinêìione decalogi;defraítione panis eucharistici; de dicto : dataest mi-di omnis potestas; Beweis, daß sich Fürst Georgevon Anhalt von den Sacramenrirern abgeson-dert und kein Lalviniste sey; 2 Predigten ju Ehrender Visitation in «lhur-Sachsen gehalten; Beweis,daß die nücnbergische Kirche mir denen sacramcnrtirischen Irrthümern nicht« ;u thun habe; da«geistliche Pest-Regiment; Predigten; und starb den19 August 1626. W, d. Un.

WOLF ST RIEGEL (Laurentius), ein Medl'cus undProfessor Auatomiä zu Wien, war zugleich in der ita-liänischen, franyösischen, spanischen, lateinischen undgriechischen Sprache sehr erfahren, schrieb: Anato-men h-euioptoici cystis reni adnatam ; Flammam expuceo; Vutnias oculi & coalitum iiumoris cryftalli-n> ; Anatomen leonis ; Ttgndum anatomen ; Anumimperforaturn, eiusque anatomen &c. welche Obser-vationes meist in den Epberneridibns nature curiofor.siehe», und starb den 6 Mertz 167». W, d. Li.

von W O L F F S TH A L, siehe Wolf (Hieron.),

WOLFTAN, Wolfranus, oder Wolihn, oder Wolf-ram, ein Benedickiner,Mönch undPracentvr zu Win-chester tu Eiigelland, lebte um das Jahr 980, undschrieb de tonorurn harmonia; vitam S. Etelwolphiwinroniensis episcopi, so auch in den Actis S ad d 1Augusti stehet; ingleichen in Versen 8. Scvirh ni mo-naebi vitam, welche beyde in Mabillon« fec v San-ctorum o d. Benedicti stehen; vitam Erhelwoldi ré-gi«. Bai Pir. Fa.

W OLG EM U HT(Jo. Henr.), ein Rechenmeister undSchul-College zu Hamburg, hat -Handgriffe deredlen Schreibekunst; wohlgegründctc Buchhal-tu»gs-S«hule und den im italiänischen Buchhüllengetreulich unterweisenden Informator geschrieben,und ist 1729 gestorben. Mol.

WOLIENGUE (Lud.), ein Dominicaner aus Pié-mont, flsrirtk zu Anfange des 17 Srculi, war ein gu-

ter Prediger, und schrieb im Italiänischen ein Duä,welches er nachgehend«, als er sich in dem Gynmajmsanjacobäo zu Pans aufhielt, selber ins Frantzösisch^übersetzte, und unter dem Titel U trésor des itidtt ì g ífí ‘ces du saint rosaire de la glorieuse Vierge Marie sMin 16 heraus gab. Ech.

WOLLASTON (Wilh.), ein englischer Theolog»?/geboyren 1659 den 26 Martii zu Eaton Clanfordder Grafschafft Stafford, gieng 1674 m dasSidECollegium zu Cambridge, ward allda Magister, ve^ließ diese Académie im 23 Jahre wieder, und warbUnter-Lehrer zu Birmingham, erhielt auch kurtz dar-auf eine Prediger-Stelle an einer Capelle, 2 Mr»r"von gedachtem Orte ; da er denn einige Zeit beyd'Aemter zugleich verwaltete. Als ihn «in reicherMter zum Erden eingesetzt, verließ er Birmingham, und

gieng 1 6g6 nach Londen, allwv er seine übrige LebensZeit mit Studire« zubrachte, eine recht philosophieLebenS-Arr führte, und 1724 den 29 Decembr. vrr^siarb. Er hat eine lateinische Grammacic, eine Wraphrasin des Prediger.Buches, sonderlich aberdtin berühmten Werae tbt religirm of rature deljt*ted die zwey ersten Theile heraus gegeben, und ist a "Vollendung des dritten und letzten durch den TodZ^hindert worden. Er hatte noch andere Schrê"ausgearbeitet, verbrannte aber solche insgesamt t«seinem Tode; daher nur einige wenige HandM^ten desselben, welche diesem Brande entgangen, übn»geblieben, als Grammatica hebraica; tyrocinia arbica & syriaca ; formul* gemarinae ; de variis g en ^ribus peduin, metrorum &c. apud Judseos, Gr® c ® 5 .Latinos; rudimenra ad mathelin & philosop*“ 3spectmtia; milcellanea philologica ; opinion«?terum philofophorum ; religionis & literatur*1daicae synopsis &c. Die Königin wilhelminelorre, Königs George I I Gemahlin, ließ dessen BrmBild in der Grotte, welche in ihrem Garten zumont verfertiget worden, nebst Newtons,

Sam. Llark« Brustbildern aufrichten, lZchlwbritannigue. Nie. ü. ^

WOLLE (Nicolaus), ei» Philvfophus und JMsUpsal, florirte um 1685 und schrieb ewpa"

cum importandis üc exportandis &c. .

WOLLE» (Johannes),einschweitzerischerThroloEgebohren zu Basel ,586 von geringendaselbst so guten Grund in den Studien, baß er« .allein Philosophiä Magister, sondern auch 161 “ist,logiä Doctor wurde. In eben diesem Iah« w ^nachdem er zuvor einige andere Prediger-Steu « ^waltet, zum Ober- Pfarrer in Münster, undauf zur profcstione vetrris T'stamenli bey dermir beruffen, in welchen Aemtern er auch .vsZßti*24 Nov. gestorben. Man hat von ihm Q„ni‘unterschiedliche Uistettatione-,sondern slll “L,. u i)eti^pendmm theolo^iae, welches bey feinen G .^ie^Verwandten grossen Beyfall cr'anget, und ctt p CC ftv» ertdenk«» Orten zum Grund der acadrmtschru * ^sigel/