Band 
Vierter Theil S - Z.
Seite
2059-2060
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aojp WOLFFRATH WOLFGANG WOLFHARDUS WOLFRUM 2060

tica &c. «nd starb 1709 den rz April,da er kurtz vorseinem Ende gesprochen: Gott hat mich in seine Gna-de und Barmhertzigkeit eingeschlossen rc. Leb. AE.

WOLFFRATH (Anton.), ein Bischofs zu Wien,des heil. römischen Reichs Fürst, und einer der vor-nehmsten Staats-Miuistres Kaysers Ferdinand» H,war bürtig von Cölln am Rhein, allwo er den An-fang zu seinen Studiis gemacht, welche er zu Romdergestalt absolviret, daß er unter die gelehrtestenMänner selbiger Zeit gerechnet worden. Als er prodoctoram theologico disputirte, oppouirken ihm Del-larminus und Baroniunz und er bestand dergestaltrühmlich, daß Lellarminus ihm seinen Cardinals-Hut aufgesetzet mit den Worten: ne extollare, si ali-9 u ando tibi litnilis pileus, & l'ors oequalis obtigerit.

Nach diesem trat er in dem Kloster vom^ heiligenCreutzin Nirder-Orsterreich inden Orden St..Bern-ardi, verrichtete in dem berühmten Kloster Clair-Neaup in Franckreich sein Novitiat, kam darauf indas Kloster Rhein in Steyermarck, ingleichcn avff dieDfarr Grattwein, und folgends in Ober-Oesterreichw das Kloster Willering, da er Prälat, und 1615 zumAbt zu Crembsmünster auf Interposition Kayserserwehlet wurde. Gedachter Kayser brach-te es auch vor ihn bey dem Pabst zuwege, daß seinOrdenSt.Bernardi in den vonSt.Benedicti verändertîbard. Kayser Fervinandus H machte ihn zumHof-Cammer-Prasidenten und geheimen Rath, verschick-te ihn auch in wichtigen Gesandtschafften. An. 1631erneunete er ihn zum Bischoff in Wien, und legte ihmbse Würde und den Titel eines Rcichs-Fürstrn bey.Er führte unterschiedliche Gebäude auf, und starbendlich den i April 1639, im 58 Jahr. HL.

'°LFGANG, 'ein gelehrter Pfaltzgraf, zu Zwey-°ruck, gebvhren 1526, erhielte Ncuburg und Sultz-*ach, u>ar eifrig evangelisch, stifflete das GymnasiumNsustte zu Laugingrn, wolre mildem schmalkalbischena^nnde nichts zu thun haben, gab ein Glaudcns-Le-tanntniß heraus, welches 1604 mit einer Vertheidi-gung beffelöcn aufgeleget worden, und starb 1569.jOL F GANG, aus dem Geschlechte der Grafen vonFfulingen, wurde in dem Kloster Reichen-Au erzv-»en, und hernach Bischoff zu Regenspurg, schrieb pa-^PKrasin Uì Psalmum I, welche in Pczii thesauronecdot. stehet, und starb 994. Fa.

i?st> F G ANG, ein Benedittiner zu Nieder-Altahan'^Bayern, lebte zu Ende des 13 Eeculi, und wurdefeil * ,0st Arossen Herren zu Rathe gezogen, wie ausmnen Briefen zu ersehen, von denen 72 in Pezu undHe tri Cod. diplom stehen. Fa.

°LFGANGdeStyra, ein Benediktiner, gebohrenbt° 2 À u Stcyer in Ober-Oesterreich, wurde Prior inSc. Pcrri zu Saltzburg, wie auch her-nch zu ManemZelle in Oesterreich, gieng aber dar-Unb^as Kloster Melck, lebte daselbst in der Stille,schrieb: Iiineraiium ab anno 1414 ad 1434»belehrt. Lrxie.T, IV.

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welches in des p. Petz Scriproribus rerum austria-carum stehet.

WOLFHARDUS, ein Mönch und Presbyter imKloster Hasenried, zu Ende des 9ten See. schrieb dasLeben der heiligen Walpurga: j» 4 Büchern, davonzwey in Canisii Le& antiqu. alle aber in den AkìirSS. Und m Mabillonii scc, III Bened. stehen; virasSanctorum in verschiedenen Voll. darzu die Vorredenin Pezii und Hmberi Cod. diplom. stehen. Fa.

WOLFHARD (Alex.), ein würtembergischer Theo-logus, gebohren zu Waiblingen 1554, studirte zuEßlmgen, wohin die Universität damals wegen derPest entflohen, und nachgehends zu Tübingen, wur-de am erstem Ort Baccalaureus , und am letzter»157; Magister, folgends 1579 Diaconus zu Can-stadr, da er die Form Conc. unterschrieben, 158;Pfarrer zuStrümpffelbach,^ 1585 Spécial Superint.und Stadt- Pfarrer zu Nürtingen, und dann 1609fürstlicher würtembergischer Rath und Abt zu Al-pirspach, schrieb Leichen-Predigten, und starb 1622.Fi.

WOLFHART (Conrad), siehe Lycollhenes.

W O L F H E L M, ber briste Benedictiner-Abt zu Brunn-weiler im CölnischkN, schrieb: epitiolam de sacramen-to euchariltiae contra errores Berengarii; versus inufrumque testamentum , die nebst vorigem in denActis SS. und in Mabillonii sec. VI Bened. stehe» 3Sermones; epiliolas; carmina. T. Possev.Fa.

WOLFHERR, ein Benedictiner,wurde in dem Klo-ster Alrahan erzogen, und hatte den heiligen Gove-haro, der Bischoff zu Hildesheim worden, zu seinemLehrmeister. Er florirte im n Seculo und schriebvitarn Godebardi, das erst von Browero in seinensyder. Germ. unter dem falschen Nahmen Arnolde,hernach aber mit des Auroris rechten Nahmen in denActis SS. und auch in Mabillonii sec. VI Bened. edi-ret worden. Man trifft eS über dieses in LeibnitiiScriptor. brunsuic. Tom. I an. Es Wird ihm auchnoch vira 8. Guntberi, das in Canißi lest. ant. stehetbeygelegt. Fa.

WOLFFLIN (Werner), siehe Woelilein.

W O L F R A M, siehe Wolfrum.

WOLF RAN, siehe Wolfram

WOLF RED (Michael), ein Theologus zu Harder-wick, lebte um i66c», und schrieb: assertiones theolo-gicas de re trapezitica.

WOLFRUM, oder Wolfram, (Andr. Petrus), einDoctor Juris, von Königsberg in Francken 1590gebohren, studirte zu Jena, Straßburg und Basel,that eine Reise durch Franckreich, Italien und dieNiederlande, wurde Professor Juris in dem coburgi-schen Gymnasio, endlich auch fürstlicher sächsischercoburgischrr Rath, schrieb: Dill! de principiims eo-rumdemque, cum primis poliricorum, juribus in in*cluto Impetio romano- germanico &c. und starb1650 den 9 August. Fr.

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