ro8- WULFAJUS WUNIBALD
W ULF A JUS, oder Wulphagus, ein Mönch;» Elnonund ein Mitschüler Milonis tm y Scculo, schrieb ver-svculos in commenrationem vir-xS. Auiandi, welches
ermeldtcr tTtilo geschrieben, und in den AKis 88. be-findlich ist. Fa.
WULF RA M, su-i)t Wolfram. '
VV U L F R A M N U S, von einigen falsch Ulfranius ge-nannt, war ja Mauriliac, einem Landgut seines Va-ters, der V.ulberrut, hieß, und unter König Dagober-to und dlocoväo Hofminister war,gebohren, und leg-te sich mit so grossem Fleiß auf die Theologie, daß eranfangs Presbyter, hernach königlicher Hofpredigcrund endlich Bischoff zu Sens ward. Einige Jahredarauf nahm er mit des Hofes Erlaubniß eineReise,dazu er durch ein Gesichte soll seyn veranlasset wor-den , nach Frirßlaüd vor, um die Heiden allda zumchristlichen Glauben zu bekehren, brachte damit fünfJahr zu, und schaffte grossen Nutzen, danckte sodannvom Bißthum ab, und starb im Kloster;» Fontanelle,darinne er ein Mönch worden, und dem er sein obge-dachtcsLandgut geschcncket,den 2oMertz7i9> SeinLeben stehet in Surit Astis Sanct. Don seinen Schrif-ten ist keine mehr übrig, wiewohl auch noch ungewißist, ob er einige hintcrlasscii habe. Mol.
YVUNDSCH (Joh), ein Hollsteincr, war auf Nord-marsch Pastor, lebte tu der Mttte des 17 Seculhundschrieb : liraniam ifraelitico -noidmarlicam ; hiero-glyphicum pocnitentiale in 4 Predigten über Feit 51Psalm; huccinam sleluigo-holliticam.. Mol.
VVUNDSCIÎ (Joh. Wilhelm), hat! 669 ein deutschesmemorule œconomico-politico-practicum von Amt-schreibern ;u Leipzig in 4 ediret, welches 1633 ver-mehret aufgeleget worden.
WUNIBALD, von einigen auch Winibald genannt,ein Dcnedictinerêt, war in Engelland 701 geboh-ren,und ein Bruder des heiligen WUibaldi, begab sichmir demselben nach Rom, tonte aber die angefange-ne Wallfahrt wegen seiner langwierigen Krancrheitnicht weiter fortsetzen, und blieb also sieben Jahr da». selbst; da er dcnisidic meiste Zeit mit Lesung der Psal-men, und sodann auch der übrigen Bücher der heili-gen Schrisst zubrachte. Hierauf that er wieder eineReise in sein Vaterland, und brachtevon dar einige sei-ner Freunde und Anverwandten mit sich nach Romzurücke. Allhicr traf ihn nach einiger Zeit der heili-ge Lonifaciurr au, welcher ihn als einen Mit-Gehül-fen in dem Bekehrungs-Wcrcke der Heiden nachDeutschland führte, und daselbst nach der Bcnedicti-ner-Ordcns-Regel einkleidete, desgleichen auch zu ei-nem Priester ordinirle. Nachdem er aber einige Jah-re die Kirche durch Lehren und Predigen an verschiede-nen Orten fortzupflantzcn sich äusserst angelegen seynlassen, nahm er sich vor, die disseits dcrDonmi nochgröstcntheils heidnischen Bojaren zu bekehren, undgieng auf die von Ueilone, Hertzogc in Bayern, vor-hero erhaltene Erlaubniß, in das an der Altmühlge-lene Euaneftld, allwo er sich eine kleine Wohnung
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zu seinem Aufenthalte bauete, und denn allda besinglichen Einwohnern das Evangelium predigte.diesem verfugte er sich zuLomfacio nach Mayntz, urrvon demselben, als feinem Ertz.'Bischoff und Metro-politan die Erlaubniß zu dem Bau eines neuensters zu suchen. Dieser ertheilte ihm auch selbige nichtallein mit Vergnügen, sonder» gieng so gar mit iWselbst an den Ort, wo ersolchcs insWerckrichtenwobte, da sie denn eine mit lauter Büschen und D»rss>beivachsene Stelle dazu auscrsahen, die aber auch lI *kurtzen also angebauet wurde, daß endlich cineStavrdaraus erwuchs, die noch ietzo den Nahmen Heckesheim führet. Als er sein hcrannahends Ende m"«'te, ließ er seinen Bruder Lvilibalsum zu sichdamit er ihm feinen bischöflichen Segen ertheilt'"mochte, und starb, nachdem er bemcldtem Kloster 1Jahr als Abt vorgestanden, 761. Seine Lebens^'schreibung , welche von einem Anonymo, nachderer Meinung aber einer heidenhcimischen Kloit^Frau verfertiget worden, ist in Canißi lest. anckgu.c. »zu finden. Faikenßein antiqu. nordgav. . f
WUNSCHWITZ (Gottfr. Dan. Freyherr von),-v^der Stadt und Hcrrschafft Ronsperg rc. gebohrenZss14 Mertz 1678, retscie, nachdem er seine acadcm'!^Studien absolviret und viele Sprachen erlernet,Deutschland, Engelland, Holland, Franckreicl),uien und Italien,verwaltete,nach seiner Z»rüüru"Uals er lange auf seinen Gütern ein Prioat-Lebc«Sführet, auf einige Zeit das Amt eines Gencral-Vmtions-Comissaru in dem Bcranncr-Kreise, gab i 7 'H,Prag von seinem eigenen Geschlechte ein Tabellcnvin folio heraus, und starb den i7Jul. 1741. }, 1 %U
WURFBAIN (Joh. Hie-onytnus), cinJEtttsZ"tors und Sohn Lxonharvj,lebte um 166;, und sass^.rraA. de difFcrenriis juris civiiis & résonna» 01115
WURF BAIN (Joh. Paulus), eilt MedicusundE
siens zu Nürnberg, florirte gegen Ausgaugt'Sceuli, ließ als cmMüglied der NaturäEnrwlunrerschiedenc ohi'crvaaones tit die Miicella» 6,ser Societät einrücken, gab seine Salamam»"am zu Nürnberg 1683 in 4 heraus, stellte auah ^Benennuilg seines Nahmens, epistohm ad a»an das Licht, darinne er Joh. Hisk. Larduuc -ccat von der Pest in vielen Stücken zu v)wtsuchte. Ke. f ic íé
WURFB AIN (Leonhardus), ein in Gcncawi, jUund Historicis wohl erfahrner JCtus, war
Nürnberggebohrc!t,studirtezuA!torf,Marpur!F
Straßburg und Basel, allwo er auch 1603rem promoviere. Nachgehcnds wurde er »glied des Raths-Collegii in Nürnberg, Kamdinanvu» II wölke ihn zum Com. palat. man^.^ciilnebst seiner Familie in den adelichcn Standallein erschlug es bescheidentlich aus, und ssden iOct. Sein isymbolumwar: mer»^'
Heu virant miíeram rerrx! quant curaEt spes affligunt; tandem mors dira re gfjitf