Band 
Vierter Theil S - Z.
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ZABARELLA

barellâ Leichenâede, die er 1393 dem Fürsten Fran-cisco Carrari gehalten, befindlich ist. B. Tom. Pana.Pa. Ol. Pap. Fa.

ZABARELLA (Jacobus), einer der berühmtestenPhilosophen seinerzeit, gebohren zu Padua 153; den4 Sept. aus einem vornehmen Geschlecht, nahm imacten Jahre feines Alters den Titel eines -Magistrian, und übte sich mit grossem Fleiß in der Logic undMathematik, wie auch in der Phystc und Moraldes Aristotelis, in welchen Theilen der Gelehrsamkeiter sich eine grosse Erkenntniß zuwege brachte. Hier-auf wurde er 1563 Professor Logices auf der Académiezu Padua, und gelangte nach und nach noch zu hö-Hern Stellen, welche er iederzeit mit Ruhm bekleidethat. Der König von Pohlen, Sigismunvus, suchteihn mit grossen Versprechungen nach Pohlenzu ziehen ;er schlug es aber aus, und wolte lieber seinem Vater-lande dienen, da man ihn auch in sonderbaren Ehrenhielt. Unter andern wurde er öffters in wichtigenAngelegenheiten nach Venedig geschickt, woselbst erleine Beredsamkeit mit Nachdruck höre» ließ, und sichzugleich bey dem dasigen Rath dermassen in Gunstletzte, daß man ihm uicht allein eine ausserordentlichUosse Besoldung reichte, sondern auch, als er seinelungsie Tochter ausstattete, eine nahmhaffee Summeaus der gemeinen Casse dazu verehrte. Man erzehlet,daß er sich sehr in die Astrologie verliebt, auch im Na-tivitätstellen öffters sehr glücklich gewcst, und kurtzbor seinem Tode seinen Zuhörern einen Stern gewie-sn, dessen Einfluß ihm, seinem Vorgeben nach, fatalleyn würde; worauf er auch bald in eine hcsstigeêanckheit verfallen, und in wenig Tage» 1589 im»)ctobkr sein Leben beschlossen. Er ist im übrigenauch Comcs palatinus gewest, und hat diese Würdedon Kayser Mapìmiliano II bekommen, die nachgc-hrnds Kayser Fervinandus gar erblich gemacht; der-8 { jralït, daß sie allezeit dem Aeltesten der Familie zu-kalwt, solte. Eonstcn hatte er ein sehr schlechtes Ge-dachkniß, war dabey in seinem Thun ziemlich lang-tam, pnd konte nicht leicht eine schwere Frage, dirdm unvermnthet vorgelegt wurde, auf der Stelle be-antworten; doch hat er in seinen Schrifften gezeiget,aß sein Verstand, wenn er nur Zeit genug hatte, fà-W sey, die grösien Schwierigkeiten aufzulösen, und^ allerdunckelsten Fragen zu verstehen; wiewohldm auch schon bey seinen Lebens-Zeitcn Schuld ge-»edcn worden, daß er die Unsterblichkeit der Seelen,"igne. Unter seinen Schrifften sind die vornehmsten ;® natnra logic* 1. 2 ; de methodis I. 4; de propo«»lonibus neceíTariis I. 2; dc speciebus demonstra«*°nis 1. 2 ; de conversione demonstrationis in defi-lt >onem 1 . 1; apologia ad objectiones Phcohmtneie doctrin* ordine I. 2; commentarii in libr. phy-'Corum Arißotelis ; Tr. de rebus naturalibus ; Comm.n Ebb. de anima &c B. Teisl.Im. Tom. Pap.

^^? AR ELL A (Jacob), der jüngere, war ein Ritter^ dtM St. Georgen-Orden, machte sich zuerst 1646

ZABARELLA ZABEL rrr,

bekannt, und schrieb Ankam heroum sive fastos Ro-manorum ab U. C. unque ad A. C. 1674 in 4 Bü-chern, welche die gantze römische Historie in sich fasse«sollen; ingleichen cenrum slemmata originum polo-nicarum; und elogia illustrium patavinorum; wie

auch in italiänischer Sprache Tbrasea Peto &c. K.Teiss.

ZABARELLA (Julius), Jacobi Senioris ältesterSohn, war zwar ein guter Mathematicus, aber da-bey der Geilheit so ergeben, daß er wegen der darauserfolgten Schwachheit fünff Jahr lang bis an seinEnde das Bette hüten muste. Er ward durch die Ge-nade des Kaysrrs Ferdinand! H Cvmes palatinuscäsar. ; ja es verordnete auch derselbe, daß seine Wür-de erblich seyn, und allezeit dem ältesten der Familiezufallen solte. Tei/E H.

ZABARELLA (Paulus), von einigen auch PaulusBonus genannt, ein Augustiner-Eremit, war einPa-tricins von Padua, und wurde 1491 zum Provincialin der Tarviser-Marck bestellt; da er nebst dem Gene-ral seines Ordens an dem römischen Hof es dahinbrachte, daß künfftighin das Fest des heiligen Augu-siini auf gleiche Art, wie die Apostel-Feyertagr, voniedermann gefeyert werden solte. An. 1497 wurdeer General-Visitakor durch gantz Italien, 1504 aberTitular-Bischoff von Romania in Morea. Er ließaber nachmals diesen Titel fahren, nennte sich eine«Ertz Bischoff vo« Pario, und wurde Vicarius beydem Bischofs von Padua, da er denn sonderlich beyacademischrn Promotionen, als Procancellarius seineBeredsamkeit zeigte. Er starb den 25 Jul. 1525, undwird von etlichen für den beredtesten Prediger seinerZeit gehalten. Seine Schrifften, welche auch nacheiniger Vorgeben gedruckt seyn sollen, führen folgen-den Titel: de rekbrrnarione ecetesise ad Genien cemVII, barmne er zu zeigen bemühet ist, daß man dieUnternehmungen derjenigen, welche er Ketzer nennet,nicht besser fruchtlos machen könte, als wenn sich derrömische Hof der Bescheidenheit und Mäßigkeit, dieGeisilichrn aber eines frommen Lebens befleißigten;ferner Enarratio 7 Psalmorum jjœnitentialium ; denanirœ mirabilibus ; 2 Volum. Predigten in italiäni-scher Sprache; Orationes omnis generis. Gand,Pap.

de ZABARELLIS, siehe Zabarelia.

ZABATA (Angela), ein gelehrtes und keuschesFrauenzimmer, von Valentia aus Spanien, war vongrosser Fähigkeit und trefflichem Judicio, verstandauch ucchsi der' spanischen, die lateinische und griechi-sche Sprache sehr wohl. Pau.

ZABATA (Jo. Baptista), ein italiänischer Mcdicus,schrieb: K mravigUoßSecrtti dt tnedicina e Cbhurgia,welche Jos. Scienria i;z6 zu Venedig iu 8 ediret,Dav. Spiels zu Ulm aber 1696 ins Latein übersetztherausgegeben.

ZABEL (Johann,), beyder Rechten Doctor, des chur-sürstlichk« sächsischen Ober-Hof-Gerichts und des4 Sssssss Schop-