Band 
Vierter Theil S - Z.
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1635 Pfarrer zu Sckstaitdorff, 1636 D-aconus zuCalw, 1639 Stadt-Pfarrer und Spécial- Superin-tendent daselbst, 164; Consistorial-Rath und Hof-Prediger zu Stuttgard, 1656 Dortor Theologla unddann 1658 Probst zuDenckendorff. Au. 1652 gienger mit seinem Fürsten auf den Reichs-Tag nach Re-genfpurg, und starb 1669 den 27IUI. Seine Schriff-ten sind.- gründliche Widerlegung des Ausschlagsvon der Vereinigung Büchleins unter dem Titel:Schrifft her/ Schrifft her, wider D. El. Schiller,,beyde auffürstlicl-en Befehl geschrieben,' vl 5 pp.; Pre-digten. Fr. Serp. Fi,

ZELLER (Christoph.), der jüngere, ein Wurtemberg«scher Theologus, gcbohrcn zu Muurklingen 1650 den3 Jan. studirtezu Tübingen, ward daselbst 1672 Ma-gister/that 1676 auf hertzogliche Kosten eine Reisedurch Deutschland und Holland, ward 1680 Kloster-Präcepkor zu Maulbrunn, 1721 Special-Superin-tendent und Stadt-Pfarrer zu Calw, 1707 Consisto-rial-Ralh und Hof-Prediger zu Stuttgard, 1711Stiffts-Prediger daselbst und zugleich Abt zu Her-renalb, 1713 Abt zu Lorch, und 17/4 Assessor derwürtcmbergischen Landschaffk, schrieb: Historiamicri-pturse sacra?, und starb 1727 seil 25 Aug. Leb.

ZELLER (Eberh.), ein Sohn des ältern D. Chri-stoph oesters, war Magister Philvstphia und eineZeitlang Pastor zu Göppiugcn, fieng aber allda ver-schiedene Neuerungen an, und widersetzte sich demKir-chen-Gefttzen, hielte auch geheime Zufammcnkünffte,barinnkn er allerhand fauak.fchr Lehren vorbrachte.Als ihn nun das Consisiorium in eine andere Pfarre,die ebeu so einträglich, versetzen wolte, forderte er lie-ber seine Erlassung, kam nach Franctfurt, und hieltesich eine Zeitlang bey D. Schützen auf, wurde hrr-uach zu Hamburg bey des Pastor Wincicrs SöhnenHofmeister, kriegte aber allda, als er anficng, nntdemKulanten Nie. Langen Privat - ZusammenküuffteZuzustellen und des Pietismi verdächtig zu werden,vielen Verdruß. Er wurde hieraufPrebigerzu Wal-tau im Darmstadtischen, wo ihn die Bauren 1694verschiedener Lehren wegen verklagten, aber, weil siemn, zu v^l gethan, vorn Landgrafen hart beschaffetwurden, der es auch sehr übel nahm, daß D. Schel-lst st> Dantzig solch Schreiben der Bauren seinemkurerarlo antipieustko mit einverleibet. Das Jahr,wenn er gestorben, ist unbekannt. Man hat von ihm^'gn>ß eines guten Gewissens in dem theuren^^."'"bcn dcs heiligen Lvangciii. lVlol.

(Johann), ein würrcn'.bcrgifcher Medicus,so ^ 1 Lienzingcn 165 6 den 5 Jan. war an-Rheologie gewidmet, studirte aber hernach^Medicin im Martinianer.Stipendio zu Tübingen,^ lputirte daselbst 168 r pro Licentia, dc morbis hsere-(rov as ' ^hiclteglcich darausdas Physicatzu Frcuden-# aber vorher in Frankreich, Holst undh- 'Mland; rmpficng nach,einer Hcimkunssc 1684^vcror-Würde, begleitete hierauf den fürstlichen

öttingifchen Erb-Priutzcn Albertum Ernestum alsReise-Medicus in Holland und Franckreichz wardnach feiner Zurückkuufft 1686 Professor Medicina,anfangs eptraordinarius, folgends ordinarius zu Tü-bingen, anbey nach und nach fürstlicher würtember-gischer, braunfchweigifcher und öttingifcher, auch an-derer Reichs- Fürsten und Stände Rath und Leib-Medicus, und endlich beyder würtemberger Coöegio-rum medlcorum zu Tübingen und Stuttgard Se-nior, brachte viel gute medicinische Anstalten undOrdnungen in Wurtemberg zu Stande, z. E. einTheatrum anatomicum, laboratorium chymicum, dieVisitationen der Hof- und Land-Apothrcken, die Ver-besserung der würtembergifche» Bäder- und Gefund-Brunnen rc. w»:rde 1716 nach Wien berufen, derKayferin in ihrer Schwangerschafft und Geburt zuaßistircnz schrieb verschiedene Difpp. medicas, dereneinige 3 bis 4 mahl wieder aufgeleget worden, undstarb endlich 1734 den 7 April, im 79 Jahre fernesAlters, nachdem er 36 mahl Drcanus Facultatis ge-st». Moscr erläut. Würtemb. Fro.

ZELLER (Joh. Conr.), ein würtembergifcher Thco-logus und älterer Bruder des vorhergehenden Lhri-stophori, gebohrcn zu Heydenheim 1603 den 4 Jul.studirte zu Hirfchau, Bebenhaustn und Tübingen,ward 1627 Diaconus zu Wildbcrg, 163, Special-Supcrmtendent und Stadt-Pfarrer daselbst, und1650 zu Vayhmgen; folgends 1657fürstlicher wür-tembergischer Rath und Abt zu Murrhard, und dann1660 General-Superintendent, Abt zu Bebenhaustnund Landfchaffts - Assessor, schrieb theologischesSch«tz-L.ästlcin aus Lutheri Riechen - postill; Be-kenntniß vcr würtembergische» Lärche vom wö-chentlichen Sabbath Des XI. Testamentes, worüberer mit dem tübingifchen Cantzler Wagner, und demsiraßburgifchen Theoloao Seb. Schmidt grossenStreit bekommen z Auslegung Des brcntzischen La-techlsmi rc. Insonderheit hat er grossen Theil anden würtembergischen Summarien über die gantzeheilige Schrifft, indem er nicht nur dasvom Deren,.Rebsteck angefangene 1 Buch Mosis, nach dessen To-de zu Ende gebracht, sondern auch folgends das gan-ze Ä. Testament, die von Ioh. Iac. -Hainiin erklär-ten Propheten ausgenommt», auf gleiche Weist aus-gefertiget. Siehe dcnArtickel -HainlmundKebsiock.W, à. ki.

ZELLER (Jo. Jac.)> ritt Sohn -Henrici, der zuZürchals Professor Thcologiä 1672 gestorben, begab sichals königlicher Capellan unter dem englischen Obri-sten Morgan mit in die Insel Jamaica, und wandtein Bekehrung der Heyden vielen Fleiß an, starb auchin America 1692, nachdem creme Beschreibung vonder Jnstl Jamaica verfertiget, welche auch im Druckheraus gekommen. EIL.

ZELTNER (Gustav. Georg.), ein lutherischer Theo-logus, gebohrcn 1672 den 16 Sept. zu Hilpoltsteinim Nürnbergischen, wo sein Vater Prediger war.

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