Band 
Vierter Theil S - Z.
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und lehrte zu Athen die Philosophie mit grossem Ruhm.Licero, Lotta undAtticus, sind seine Zuhörer gewest.Er pflegte die, mit welchen er nicht einerley Meinungwar, fthr hefftig durchzuziehen. Ja er war so verwe-gen,daß er ein Wcrck wider die mathematischenWisien-schassten schrieb, welches fosivonius hernach widerleg-te. Von diesen Gchrifften ifl nichts mehr vorhanden.Ob er übrigens ebenderselbe Bcno sey, welcher Apol-loäorum zum Schüler gehabt, istannoch zweissclhaft.Eaer. Cicero. Fa.

Z ENO, aus dcrJnscl Rhodis bärtig,hat nach LaertiiBericht unterschiedene historische Bücher geschrieben.Euer.

ZENO, ein griechischer Meistens, von welchem mannicht eigentlich weiß, wenn er gelebet, pflichtete denLehrsätzen dcS -Hcrophüus bey, und wird von Galeruisunter denen,die sich zu dieser Seele bekennet, vor dengeschicktesten gehalten. Seine Bücher a« nocE hip-pocradcis sind sowohl als dasjenige Werck, so er defacultatibus medicamenrorum verfertiget hat,verloh-rcn gangen. Hüterben von ihm erfundenen Compo-sitioneu hat Lslius Aurelíanuo des Zeuonis diall.conwider dicColic angcsührct, welches Médicament vonAerio bey dieser Krauckherr überaus gerüymet wor-den. Man darf ihn mtt andern gleiches Nahmens,und sonderlich mit Benonc Lyprio, der im 4ten Sccu-lo als ProftssorMedicina zu Alcpandria geiehrer,und

unter seinen Zuhörern auch ben Grivasium, NlagnumUiid Ionium gehabt, nicht vermischen. Ke.

2 E N o, ein Bischofs zu Verona im.drittcn Scculo,wirdWeder von Luiebio,iioch -Hieronpmo unter dieKir-chen-Scribentcn gezehlet. Inzwischen haben wir yo8ermone,, die seinen Nahmen führen, und zuletzt 1710zu Padua in4 heraus gekommen. Allein, wie etlichedavon ausDasilioübersetzt, andere aus HilarnWcr-ken genommen sind; also finden sich viele darunter,welche der Chronologie nach viel neuer seyn niüsscn,weil darinne gewisser Ketzer gedacht wird, die izichtglauben wollen, daß der Sohn dem Vater gleich ewigsey. Sie stehen in der L’ibliotheca Patrum, und sindam besten von den Gebrüdern Ballerini 1759 zu Ve-rona heraus gegeben worden. Insgemein glaubtMan, daß er unter der Regierung desKaysers Gallien»266 deniaApril den Märtyrer-Tod erduldet; eskanaber auch wohl seyn, daß er erst unter Julian» 2po-gelitten. Ug.Fa.AS.

4 ^JO, arisCypern, oder nach Svidä Meinung vonSardis ausKleiu-Asien, lehrte im 4tcn Seculo dieArtzney-Kuust zuAlcxandria, und hatte denGriba-flum nebst viel andern gelehrten Lenten zu Schülern.

war zwar ein Christ, stand aber doch bey Julian»-apostat» in grossen Genaden. Gvivas schreibt ihmdiel Bücher zir. Seine digladiationes cum Apollo*Empirico Bybla super notis MnemonisSidetsein•iippoeratem findet man in derBasler-Ausgabe von^'pporarlo Werckcn Tom. V. Vielleicht ist er eben^rjcnige, besten Werck in einem Buche zu finden ist, soTitel hat; Medicin» principes. 8. Fa.

ZEN 0 (Apostolo), ein Historiens und Poet, geb. zuVenedig 1668, wohin sich sein Vater ansCandra beyEroberungdiescrJnselvon den Turckcn begeben hatte.Unter der Regierung desKaysers Larl Vl ward er kays.Poet und Geschichtschreiber,war auch ciuerder Stiffterder Academra dcgli'Animosi,und hat untcrdem NamenAnimos» das Vocabuhirio della CruJ'ca verfertiget.Seine übrigen Schrissten sind: das in 40 Bänden in12 bestehende Giornale dei letterati d' Italia , davoner nebst seinem Bruder, pet. Lacher. Ben», Verfasser

gewest; Azioni sacre; kttera in difesu delSign. Mar-ches Orfi; Memericsoriche sopra i Manucci-, vile de-gli sorici viniziani; .vita di Enrico Cattrino Davila,welche der schönen Ausgabe von Frany -Hertzhause,rvorgesetzet ist. Die venetianische Ausgabe der Werekedes Lasa ist von ihm sehr vermehret worden. Sonstsind noch im Manuscript von ihm vorhanden Disl'er-

tazioni voffiane; miboílervazior.i sopra il II[ librodell’E'oquenza italiana di Monlig n. Fentanini. Erfiarb 1750 ben i4Nov. zu Venedig.

Z E N O (Caterine), hat commentmio dell viaggio in Per-fia e deüe Guerre persane verfertiget, so mtt in desI». Baprrstä Ramusii Sammlung delle navigacioni& viaggi Tom. II findet.

ZENQ (Demetrio), sieheZeni.

ZENO (Jacob), ein italiänischerBischoff,und ein En-kel des Larl» okno,gebohrrn 1417 zu Venedig nachsei-nes VatersTode, studirte zuPadua, wurde auch all-da Dcctor Jur.civ. und cauon. und begab sich sodann1439 nach Florentz, allwo der Pabst Eugcnius IVein Concilium hielt. Hicselbst crlaiigte er die Bedie-nung eines Sub-Diaconi apostoliei, und that sichhicrncchst 1441 bey einem vor die jusiiniauische Fami-lie an eben diesem Orte geführten Processe dermassenhervor, daß er unter die vornehmsten Redner der da-mahligen Zeiten gerechnet wurde. Nach diesem warder unter Nicolai Regierung Reftrcndarius apostoli-cus,und ferner 1446, oder wie Ughclli berichtet, 1447Bischoff;»Veltri und Brlluno, welche damahls miteinander vereiniget waren, und endlich unter Pi» II1459 zu Pahua, allwo er auch 1481 an einem Schlag-flusse mit Tode abgieiig. Er hinterließ eine schöneund curieuse Biblischer, die nach seinem Tode geplün-dert, von seinem Nachfolger deni Cardinal Foscariaber, so gut als möglich, wieder gesammlcr, und demCapitel der Cathédral -Kirche zugestellet wurde. Sei-ne Schrifftcn sind: vira, mores resque gest» avil'uiCaroli Zeni ad Pium II Pontif. maximum, welchesMuratorius in seinen Scripcor. rerum Icaiise tom. 19zuerst an das Licht gestellet, da man sonst nur ein ita-liänische 1lkbersctzu!tg,anf deren Titel der Verfasser al-lein Io. Jac. Felirensi» genennet wird, davon imDrucke gehabt; vir» Ponristcurn romanorum vonPerro bis auf Clementem V, welche zwar noch un-gedruckt in einigen römischen Bibliorheqven liegen,von den Bollandisten aber dennoch irützlichgebranchtwerden; de vira & moribus Nie. Albergati Cardina-lis sanct* crucis, welches Georg. Garnefelvt zu Cölln

1618