2rr-
Z O S I M U S
Z O S I M U S
wiedmete den grösten Theil seines Lebens den Alter-thümern undderPoefie, daher ihn auch dieAcademiaolympica zu ihrem Mitgliede ernannte. 1722 warder der bcrtolianischen Bibliothec in seiner Vaterstadtvorgesetzt, und starb zu Viccnza 1744 im Februario.Seine Schrifften sind: vìu del Conte Camille Silve*ßri, no bile di Rovigo ; dijfcrtazioni epiftolari ßoricbe,critiche e chronologicbe per la jocietà albrizziema ; ilrtarmo illußrato, o fia dijfertazione epifiolare intornoad un antica Ijcrizione di Gordiam lll. Im Manu-skript hinterließ er eine italiänische Uebersttzung vonder histoire amoureuse de la cour de Louis XIV. NZ.
Z O SIM u S, ein griechischer Abt, welcher eben derjeni-ge seyn soll, dessen indem geben Mari® œgyptiacse ge-dacht wirb, hat calloquh geschrieben, weiche petr.Poßinus griechisch uird lateinisch seinem theiauro asce-tico einverleibet, und daraus Io. Moschus vielesvon Wort zu Wort ausgeschrieben haben soll. Fa.
Z O S I m ü S, ein Sophist und Rhetor, von Alexandringebürtig, war sonderlich den Meinungen des Plaroergeben, machte sich auch durch das Leben dieses Weit-Weisen, so er ans Licht stcliete, bekannt. Hernachverfertigte er physikalische Bücher, deren er nach demgriechischen Aiphabeth 28 herausgab, und selbigeseiner gelehrten Schwester Theovosia zuschrieb. Ersoll ZooJahr vor Christi Geburt, und ohngefehr 50nach dem Plato gelebt haben. Fa. S.
ZOSIMUS, ein römischer Pabst,war ein Grieche vonGeburt, succcdirte auf dem römischen Stuhl Pnno-rentlo I 417, undgerieth nicht lange nach feiner Er-hebung mit den africanischen Bischvffeu in eine ge-fährliche Streitigkeit. Denn Lölcstius, ein Ketzer undpclagii Anhänger, welcher 412 auf dem Synodo zuCarthago feiner irrigen Lehre wegen verdammt wor-den, verfügte sich zu ihm nach Rom, und übergab ihmeinGlmrbens-Dckenntniß, da er sich in solchen Arti-keln, worinnc er mit den Rechtgläubigen einerleyMeinung war, deutlich und wcitläuftig, über dieje-nigen Lehren aber, welche er bishero widerstritten,kurtz, dunckel, und nur mit gewissen allgemeinen Aus-drücknngen erklärte. Weil er nun dabey noch ferner,obgleich nur zum Schein versicherte, daß er bereit sey,sich dem Schlüsse des römischen Stuhls gantzlich zuuntemcvffeu, ließ fiel) der tyabft dergestalt von ihmeinnehmen, daß er die africanischen Bischöffe in ei-nem Schreiben sehr scharst bestrafte, daß sie pelagiumund Lölestium als Ketzer verdammet, da sie doch nachseiner, des Pabsts, damahligen Meinung nichts an-ders, als was der reinen Lehre gemäß wäre, vorgetra-gen hatten. Allein die Bischöffe in Africa beschwer-ten sich auch sehr ernstlich über solche Uebereilung,undprotestirteu wider alles, so hierinne Bosimus gethan,oder noch thun möchte, ehe er noch ihre Gründe widerPelagium und dessen Mitgenossen vernommen hätte.Es würde auch die Sache zugrosserDerbitterungzwi-schen beyden Kirchen ausgeschlagcnseyn,woferne nichtder Pabst sich zuletzt geändert, und sowohl Pelagiumals Cceiestimn in einem besondern Circular-Schrei-
rr;o
ben selbst verdammt hätte; wozu sonderlich dasAus-senbleiben Cœlestii von der Versammlung, worinneder Pabst alles aufs neue untersuchen lassen wolle,An-laß gab. Doch ereignete sich bald ein anderer Streit,als Tssimus, einen africanischen Priester, NahmensApiarius, welcher von seinem Bischoff, Urbano ge-nannt, wegen seiner groben Verbrechen entsetzt, undin Bann gethan worden, sich aber darauf nach Romzu appelliren unterstanden, nicht allein in die Gemein-schaft der Kirchen aufnahm, und in sein voriges Amtwieder eingesetzt wissen wolte, sondern auch so gar be-hauptete, daß man die Hoheit und ben Borzug desrömischen über alle andere Bischöffe erkennen, und al-so auch die an ihn geschehene Appellationen als rechtund billig nach dem Ausspruch des nicänische>l Concilirannehmen müste; welches alles aber die africanischenBischöffe, die dergleichen angemaste Vorrechte indenCanonibus des zuNicäa gehaltenen Concilii nicht fin-den tonten, durchaus nicht zugeben woiten; wiedenn auch dieser Zanck bis in die Zeiten des PabstsLonifacii gewähret, und nachgeheiids öffters wiederrege gemacht worden. In dem Streite wegen der Me-tropolitamWürde zwischen den Bischöffen von Arlesund Vienne in Frankreich, soll oofimus den Ans-sprnch für den letztern gethan haben.- Er starb den26 December 418. Die beyden Episteln, welche er inder pclagianischcn Sache an die africamschen Bischöffeabgehen lassen, stehen in Barenii annal, »och besserin Garnerii opp. Marii Mercatoris; von der Epillolaencyclica hingegen, worinne er die Pelagianer ver-dammet, findet man einige Ueberbleibungen beyAugustins und Prospéra. Die andern Briefe, so ihmzugeeignet werden, find ohne Zweifel untergeschoben,c. H. Ol. Fa.
Z O SIMUS, ein griechischer Geschicht-Schreiber,lebtezu Thcovosil des jüngern Zeiten in der ersten Hclftedes;tcn Seculi, und warComesundEx-AdvocatusFisci an dem kayferlichen Hofe. Er schrieb eine Hi-storie von den Kaysern in 6 Büchern, welche bis «ufdie Zeit gehet, da Rom von Aiarico zum anbernmaleingenommen worden, die er aber, wie die Gelehrtenangemerckt, guten Theils aus Eunapio und (plym-piodoro ausgeschrieben. Er war ein so grosser Feindder Christen, daß er von allen Fürsten, die ihnen gün-stig gewest, übel urtheilte, fürnehmlich aber nimmter ConstantinumM. unbTheodosium, den ältern,sehrhart herum. Lcunclavius hat ihn in einer Schutz-Schrifft, die er nebst der Uebersttzung feiner Historieherausgegeben, gar gelehrt zu vertheidigen gesucht;andere aber haben mit unverwerstichen Gründen ge-zeiget, daß man ihn unmöglich von aller Schuld undPartheylichkeit lossprechen könne. Lrievr. Sylvurghat gedachte Historie dem dritten Tomo feiner Sc«-ptorum histor. august* einverleibet, worauf sie 2ph>Lcllarius 1679 zu Zeitz cdiret. An. 1680 ist sie zuOxford anfgelegt worden. Mr.de laMotljeleVayerOeuvres Tom,III. Fa. Vo.Pß. Han.Pho.
ZOSIMUS, ein Grieche aus der Insel Taso bürtigchar