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ZWINGER
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ZWING ER (Joh. RuJolphus), ctn ©0^H Iohannis,gcbohren zu Bafel den 12 Sept. 1660, begab ftdbnachdem er in seiner Vater-Stadt den Titel einesMagistri erhalten, und 1680 unter dir Eandidatendes Mimsterii aufgenommen worden, nach Zürchund Genf, und nahm 1686 die Feld-Prediger-Stellebey dem frantzösischen Schweitzer-Regiment Stuppaan. Als er hierauf wieder in sein Vaterland gekom-men, wurde er 1690 zum Pfarrer in dem baselischenSkàdtgen Liechkstal, 1702 aber zu einem Prediger inBasel bey St. Elisabeth, und endlich zum Antistiteder Kirchen zu Basel erwehlet. Neben diesen Amteverwaltete er auch die theologische Profeßionem Lo-corum communinm, nebst dem Archi -Decanat, undnahm bey dieser Gelegenheit, nachdem er zuvor depoteftare clavium disputiert, die Würde eines Docto-ris Theologiä an. Er besaß eine gründliche Wissen-schafft in der Theologie, war auch in der Historie wohlbewandert, in seinem Amte aber eifrig und hertzhafft,und starb im November 1728. Man hat von ihmunterschiedliche Dispucationes und Predigten, und ei-nen deutschen Tractat, so den Titel vie HoffnungIsraelis, führet. Burckardi Orat. fun.
ZWINGER (Thcodorus), ein reformirter Theolo-gUs, I«c. Zwingers Sohn. war 1597 den 21 Nov.gebvhrcn, und von seinem Vater Gott gewidmetwor-den. Der medicinische Verrath seines Vaers undGroßvaters machten ihm eine Lust, sich auf die Me-dicin zu legen. Nachdem er aber aus einer schwerenKranckheit von Gott errettet worden, beschloß er dieTheologie zu studiren, wendete auch dabey viel Zeitauf die griechische und hebräische Sprache, nahm 161;zu Heidelberg die Magister-Würde an, that hernacheine Reise in die Niederlande und nach Engelland,kam auch nach Paris, wo er mit den vornehmsten Ge-lehrten Umgang hatte, und wurde nach seiner Zurück-kunfft 1622 der vornehmste Diaconus zu Basel, undnachgehends Pastor primarius. Seine andere Frau,die er 1626 heyrathete, war Iah. Buxtorfii Tochter.Er vertrat 1629 zur Pest-Zeit sowohl die Stelle einesMedici als Geistlichen, hatte den Ruhm, daß er kräss-tig gepredigt, sein Amt fleißig verwaltet, und sehr aufdie Besserung des Lebens gedrungen. Anno 1642brachte ers dahin, daß im Abendmahl stak der Obla-ten ander Brot eingeführt und gebrochen wurde, undstarb als Professor primarius Theologiä 1654 den 26Dec. im Jahr seines Alters, nachdem er kurtz vor-her einen schweren Fall gethan. Auf seinem Tod-Bette sagte er:
Una est in dubia mihi re Medicina, JehovxCor patrium, os rerax, omnipotensqne manus.
Seine Schrifften sind: Comment-, in Epist. all Rom.in Psalm. ; theatrum sapienti® cœlestis vel ortho-dox® fidei systemain tabulas distributum; syntagmaexercitationum theologicarum ; tract.de S. corna;de Iib. arbitrio ; Analytica receníio Epistolse ad Ro-manes &c. Fr. H.
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WIN GER (Theodoras), ein Medicus, war 1533den 2 Aug. zu Vischoffszell gcbohren, allwo sein Vater^.eonh. Spiser, genannt Zwinger, ein Kürschner war.Er solle ftines Vaters Handwerck lernen, hatte aberkeine Lust darzu, und wurde daher von seinem Stieff-Vater Lonr. Lycosthenc zu den Studiis angeführt.Er hielt sich zu Lion 3 Jahr bey einem Buchdruckerauf, und die übrige Zeit wandte er aufs Studiren.Von Pcr.Ramo lernte er zu Paris dir Philosophie;und zu Padua studirte er 6 Jahr lang die Medicin,wurde daselbst Ooctor Philosophiä und Medicin«,bekam darauf zu Basel die Profeßionem Lingvä grä-cä, ferner Philosophiä moralis, und endlich Medicinätheoreticä, und starb zu Basel i;88, den io Martiian einem Fieber. Armen Leuten gab er dir Artzneyumsonst, von den Reichen aber nahm er gar ungernetwas, und sagte das gemeine Sprichwort : dam«ger ait a, a, tu dicito da, da, stünde einem Henckcrbesser an als einem Medico; daher er auch durch diePraxin mehr Geld verthan, als eingenommen. Seinvornehmstes Buch, so dreymahl gedruckt worden, istdas Theatrum virae human., wozu sein Stieff VaterLonr. Lycosthenes die Materialien gesammlet hat.Hiernechst ließ er des Sanl. Arvoyni Werck de ve-nenis und Bet. de Bayro enchiridion de medendishum. corporis Mails mit seinen beygefügten Vorre-den zu Basel wieder auflegen, schrieb auch selbst Ta-bulas & commentarios in artem medicinalem Gale-nit Hippocratts Coi Commentar. XXII tabulas illa-slratos, hinterließ unterschiedene Consilia k eplstolas,welche Scholye seiner Sammlung einverleibet hat;physiologiam medicam Thenphr. Paracelfi dogmati-bus illustratam, die sei» Sohn ediret; montm philo-sophiam poeticam ; tr. de historia, der in dem 1579zu Basel in 8 gedruckten artis historie® penu T. IIstehet; methodum limiiium, der sich bey Conr. Lyco-ßbettis locis communibus besindkt; methodum epi-demicam &c. bekannt. Daß er der erste gewesen, derin seinem Methodo apode-mka die Kunst zu reisen .informam artis gebracht, und ihr die Gestalt einer Wis-senschafft gegeben habe, solches ist vonReimann alswas besonders angemercket worden. Bey seinenNachkommen ist noch ein theatrum inscriptionumatque epitaphiorum lM Manuskript fürhanden.Teils H. Ad. Ke.
Z WIN GER (Theodorus), eitt Medicus, gcbohren1658 den 26 Aug. zu Basel, wa-r Joh. Zwinge«Sohn, studirte zu Basel, Schafhausen und Zürch,wurde zu Basel 1675 Magister, 1682 Doctor, thatdarauf eine Reise nach Franckreich und Deutschland,wurde 1684 Eloqventiä, 1687 Physices, i 7°3Anatomiä und Botanices, 1711 Medicin« theoreti-cä und practicä Professor und Stadt-Phystcus; waringleichen des Hertzogs von Wurtemberg , Landgra-fens zu HessenEaffel und des Marckgrafcn zu Ban-den Leib-Mcdicns, wie auch desCollegiiNat.Curioso-rum und der königlich-preußischen Societät Mitglied.Er solte Professor Medicinä theoreticä zu Leiden, wie