Band 
Vierter Theil S - Z.
JPEG-Download
 

2247 ZWINGLIU S

auch bey dem König in Preussen Friedrich I Leib-Medicus werden ; schlug aber beydes aus, und warint übrigen so religiös/ daß er für die Euren und Gän-ge/so er Sonntags verrichtete, niemahls etwas nahm.Er schrieb jcrudnium magneds physico-medicum;thcatrumpraxeosmedicse; theatrumbotanicum oderneu vollkommenes Rräuter-Buch; Lexicon ladno-Asemanicum; kpecimen phyliese ecle^ico-experi-tnentalisj Disterc. de acquirenda vitse longaevitate ;fjsciculum selectarum dissertadonum medicarum;Compendium medicinse univers* , oder Enchiridionmedicin* theoredco - prafticx, ad mentem Ettmül-leri, Bohnii, Boerhaavii, Hofmanni Sc aliorum ce-lebr, medicorum ; DiíT. de naturœ human® inclina-tionibus ac difposidonibus hœreditariis ; den sichernund geschwinden Aryt, unter dem Nahmen Natha-nael Ssortia; oradonem in obicurn Jo. Caspar.Laubini; psdolatreiam practicam; specimen mate-rix modics ; gab auch Weckeri sécréta aucta 8c cor-resta heraus, und starb 1724 den 22 April. SeinSohn Joh. Rudolph Äwinger, ward MedecinäDoctor und Professor zu Basel. O. Joh. Ruvolph

Micg hat 1726 zu Bafel or.psnegyr.Yheodori Zvvin-

geri heraus gegeben.

ZV 7 I 1 VGLIC 8 (kdulddcus), ein Thtologus, War1487 den i Jan. in der Schweiß zu Wildenhansengebohrn, studirte zu Basel, Bern und Wien, wurdezu Basel Rcckor zu St. Martin, 1506 Magister, ^og1512 als glarischer Feldprediger mit in den maylan-dischen Krieg, wurde 1516 Prediger zu Einstedlen, daer durch Abschreiben und Memorircn der Briefe Paustes so weit brachte, daß er das Griechische leichter ver-stehen konte, als das Lateinische. Wider den päbstli-chen Ablaß predigte er mit grossem Eifer und Frey-müthigkell. hielt nicht viel von Profan-Büchcrn, aus-ser von Valerie» Maximo, den er wegen der Exem-pel gantz auswendig gelernet, studirte stehend, undtheilte alle Stunden zu seinen Verrichtungen ein.An. 1519 berief man ihn nach Zürch, woselbst ernachmahls ein Gymnasium der lateinischen, griechi-schen und hebräischen Sprache aufrichtete. An 1525 deniz April celebrirte er nach Abschaffung derMessezuerstdas Abendmahl auf die Weise,als es noch ictzo allda imGebrauch ist; und fchreibtsclbst,daßer schon i;r6 dasEvangelium in der Schweiß zu predigen angefangen,ehe Lutherus bekannt worden. Er wohnte 1528 demReligions-Gefpräch zu Bern, und-529 dem Cäqviozu Marpurg bey, in welchem der Streit vomAbend-mahl solle beygelegt werden; es kam aber nichts znmEtairde. Die Mönche stellten ihm öffters nach, je-doch vergebens: der Rath ließ auch eben deswegenseine Wohnung alle Nacht von einem besondernWächter bewachen. Er wolle alles Singen und Or-gelschlagen aus der Kirche abgeschafftwissen, und da-mit er zeigen möchte, daß es ungereimt sey, vor Gottein Gebet abzusingen, so saug er vor dem Rath zuBafel die disfalls verfertigte Supplie von Wort zuWort ab. An. izzi den 11 Octobr. gieng er mit

ZYGOMALA ZYLIUS 2248

seinen Mitbürgern als ihr Prediger in einem grünenRocke zu Felde; da er denn in der Schlacht geblie-ben, welches er sich selbst 14 Tage vorher prognostici-ret hatte. Seine letzten Works sollen gewcst seyn:Ob sie gleich den Leib todten, so können sie doch dieSeele nicht todten. Die Feinde schnitten seinen Leibin vier Stücken, und verbrannten ihn: drey Tagehernach aber soll sein Hertz mitten in der Asche nochunverletzt gefunden worden seyn. Seine Widersa-cher haben ihn unter andern zum Pelagianer gemacht,weil er dem freyen Willen so viel zugeschrieben. Sei-ne Wercke, so The»«, StreiEchrtssten und Erklä-rung des alten und neuen Testaments, auch viel Brie-fe in sich fassen, z. E. edhio Pinduri gneca fine scho-liis; Comment, in epist. Fauli ad TheiTaiomcenfes ;Comm. de vera 8 c falsa religione; epichiresis decanone miss*; opus ardculorum f. conclulionumtheologicarum j Anzeigung, wer Ursache gebe ;uAufruhren, und wie man ;u christlicher Einigkeitkommen möge; Unterricht, was die Schlüssel derRirchcn sind, und von der Leichte; Tr. vom wah-ren christlichen -Hirten; vorn Fegfeucr; vornNachtmahl Christi rc. find 1550 in Z Tomis, 158 raber cura Leonis Jtula 8 c Casf. Megaiidi in 4 Tomiszu Zürch in fol. heraus gekommen. In Schelyornsamwniradbus literariis findet man gleichfalls einigeseiner Briefe. Sein Leben hat Oswald Mpconiusbeschrieben, welches vor OecoUmpudìi und ZivhigUiepirtolis steht, die 1536 zu Bafel in fol. heraus ge-kommen: So hat auch Theodor. Bibliandcr solchesgedachten Briefen beygefügt. V. PB. Ad. Seek, Re.Lœfcberi historia moruum.

ZYGOMALA (Joh.), ein Redner und Dollmetscherdes Patriarchats zu Constantinopel, lebte um 1570.Man trifft verschiedenes, insonderheit viele Epistelnvon ihm in des Crufiì Turco-Grsch-ian, und erschei-net eben derjenige zu seyn, dessen Orat. in hudemLucas Michaelis Cydoni* Ducis (Bf. jDouf« 1598aus dem Orient im Manufcript mit gebracht. Ea.

ZYGOMALA (Theodosius), ein Protonvtarius zuConstantinopel um 1578/schrieb de mondbus SinaScAtho, ingkeichen de Statu ecdeliatumOrientis, uni)ein Itinerarium, auch Episteln, deren einige Lrustu«und Thytraus edirt. La.

ZYLIUS (Otto), ein Jesuit, gebühren zu Utrecht 1588den zoIulii von katholischen Eltern, trat 1606, son-derlich auf Zureden des nachmahls berühmten Lor-Iielii Ianscnii, in die Societät, lehrte nachgeheudsdie Rhctoric zu Rürcmonde, und gab zu Lösen undBrüssel einen Prediger ab, worauf erden Collegiis zuHertzogenbufch und Gent als Rector vorgestanden.Er hielt sich meist in Brüssel auf, und starb an einemSchlagfluß zu Mecheln den 12 August. 165S, da ervon Antwerpen wieder nach Haufe reisen wolle. Erhak das Leben 88. Xenophontis 8c Mari* conjogutneorumque filiorum, Johannis 8 c Arcadii; ingkeichendie Leben 88. Cyri 8c Johannis martyrum aus demGriechischen .ins Lateinische übersetzt, welche sodann