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für eine höchst unvollkommene Arbeit bereits 62 MillionenFranken ausgegeben hatte, ward eine neue Kommission ausden Steuerdirektoren und vorzüglichsten Geometern unter demPräsidium von Delambre, Sekretär der Akademie, einberufen,und es gelangte dieselbe zu dem Resultat, dass das einzigeMittel, um endlich zu einem Kataster zu gelangen, in der Mes-sung und Kartirung aller einzelnen Grundstücke einer Ge-meinde bestehe. Der Kaiser bestätigte diesen Vorschlag, dessenAusführung zu 150 Millionen Franken veranschlagt war,am 27. Januar 1808 und so trat der Kataster, nachdem man6 Jahre vergeblich probirt hatte, in die dritte Periode, inwelcher die Gemeinden anfänglich zusammenbangslos vermessenwurden. Erst nach Ablauf von 8 Jahren wurde unter Laplacedie Ausbreitung einer grösseren Dreieckskette durch das ganzeLand beschlossen, welche nicht nur das Aneinanderschliessender einzelnen Gemeinden, sondern namentlich auch die Anfer-tigung einer topographischen Karte ermöglichen sollte. Damittritt das Kataster in seine vierte Periode, wo die ganze Grund-lage desselben trigonometrisch wird. Die Messungen findenmit dem Messtisch statt und zwar Waldungen und Haide imVsooo, Ackerland im 1 / 2500 , nach dem Jahre 1828 im MaasstabeYimo, Reben, Dörfer etc. im 1 / i 2 äu Als Parzelle wird einGrundstück betrachtet, das demselben Eigenthümer gehört, die-selbe Benutzungsart hat und in derselben Sektion liegt. EinBach, Graben, eine Hecke tlieilen ein Feld in zwei Parzellen.Die Grundfläche der Häuser bildet eine besondere Parzelle;ebenso Haus- und Hofplan.
Bis Ende des Jahres 1813 sollen bereits 9000 Gemeindenmit zirka 12 Millionen Hektaren katastrirt gewesen sein,während im Ganzen 37 040 Gemeinden mit fast 53 MillionenHektaren Fläche zu vermessen waren. Obgleich der Staat imJahre 1821 sich nicht mehr direkte an diesen Arbeiten be-theiligte, sondern die Ausführung den Departementen überliess,so haben doch bis zum Jahre 1850 sämmtliche GemeindenFrankreichs rationelle Kataster erstellt, ein sprechender Belegdafür, wie sehr man überall von der NothWendigkeit dieserInstitution überzeugt war.
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