VORWORT.
IX
es könne hier im eigentlichen Sinne nicht von Fix-sterntrabanten die Rede sein. Doch im Wesentlichenhatte Maier, abgesehen von der grossen scheinbarenEntfernung zwischen dem Hauptsterne und dessenTrabanten, keine irrthümlichen Beobachtungen ange-stellt, denn sie wurden in der Folge durch W. Her-schel, der mit den grössten Spiegelteleskopen hier-über Untersuchungen anstellte, auf das Glänzendstebestätigt und die Astronomie erhielt durch ihn eineunschätzbare Reihe der schönsten Entdeckungen aufdiesem Gebiete. Wie im gegenwärtigen JahrhundertJ. Herschel, South, die beiden Struve, Vater undSohn, Mädler u.A. m. diesen wissenschaftlichen Gegen-stand bearbeitet und erweitert haben, ist hinlänglichbekannt.
Der vorhin bei der Mittheilung, über die verschie-denen wahrgenommenen Gestalten des Saturnringes er-wähnte Fontana versäumte keine Gelegenheit, umneue Entdeckungen am Sternenhimmel zu machen.Derselbe war unstreitig ein sehr aufmerksamer undgenauer Beobachter, der zuerst die Flecken in denPlaneten Venus, Mars und Jupiter entdeckt hat. Viel-leicht waren es nicht bloss die damaligen trefflichen, ob-gleich sehr langen C ampani’sehen Fernröhre, die ihmals Hilfsmittel dienten, sondern auch die Reinheit desHimmels im Süden Italiens war ihm überaus günstig.So entdeckte er auch in der Nähe der Venus einenkleinen, schwach leuchtenden Stern, den er sogleichfür einen Trabanten dieses Planeten hielt, obgleich beiseinen Lebzeiten diese neue Entdeckung von Niemandem