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Der Venusmond und die Untersuchungen über die früheren Beobachtungen dieses Mondes / von Dr. F. Schorr
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VIII
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VORWORT.

Blatt der Doppelm aiersehen Himmelskarten, die 1742in Nürnberg erschienen, dieselben darstellt. Endlichgelang es dem scharfsinnigen Huyghens, zuerst zu be-weisen, dass Saturn von einem freischwebenden Bingeumgeben sei, durch dessen verschiedene Stellungen inBezug auf die Erde und ihre Bahn um die Sonne jenesonderbaren Phänomene am Planeten wahrgenommenwurden.

Die Entdeckung der Doppelsterne, die gegenwärtigeinen Hauptzweig der Beobachtungen am Fixstern-himmel bilden und für den Forscher eine unerschöpf-liche Fundgrube darbieten, wurde anfänglich als einesolche bezweifelt. Vor ungefähr hundert Jahren ver-öffentlichte Christian Maier, der damalige Directorder Mannheimer Sternwarte, seine Beobachtungen derFixsterntrabanten, die als dunkele Körper die Fixsterneumkreisen und von ihnen ihr Licht erhalten. Der be-kannte Pater Hell, der bereits schon vorher erwähntwurde, besass zu jener Zeit den Ruf eines der grösstenAstronomen; derselbe stellte die Beobachtung solcherWeltkörper völlig in Abrede, um so mehr, da der Ent-decker die von ihm wahrgenommene Entfernung dersogenannten Fixsterntrabanten von ihrem Hauptsternebis auf sechs Grade angab. Der damalige beständigeSecretär der Petersburger Akademie der Wissen-schaften, N. F u s s, bewies in einer gründlichen Abhand-lung, dass mehrere Punkte dieser vermeintlichen Ent-deckung auf Irrthümern beruhten, die er besondershervorhob; seine dagegen angeführten Gründe waren soüberzeugend, dass wohl jedem einleuchtend sein müsste,