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Der Venusmond und die Untersuchungen über die früheren Beobachtungen dieses Mondes / von Dr. F. Schorr
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DIE NEBENPLANETEN.

für die Masse des Hauptplaneten V 20600 berechnete, eine Grösse,die nicht erheblich von der frühem des Lam 011 t abweicht.

Die Monde des Neptun.

Die Schwierigkeiten die Begleiter dieses Planeten aufzufindenschienen ohne Zweifel noch bedeutend grösser als in Betreff der-jenigen des Uranus zu sein, doch fanden Lassel und Challis inden ersten Tagen des August 1847 einen Mond des Neptun. Diesewichtige Entdeckung geschah mit einem 20füssigen Spiegeltele-skop von 205- bis 300maliger Vergrösserung, die später, den16. September desselben Jahres, durch die Beobachtung Bond’sbestätigt wurde. Doch noch vorher entdeckte man denselben Be-gleiter in Pulkowa, nämlich den 11. September, und es wurden dieBeobachtungen desselben bis zum 20. December 1847 fortgesetzt,aus denen sich für die Umlaufszeit 5 Tge. 21 St. 4 Min. 9 Sec.und für die mittlere Distanz desselben vom Mittelpunkte desllauptplaneten 17-95 ergiebt. Eine Reihe von Beobachtungendieses Mondes stellte ebenfalls Bond an, die für die soeben er-wähnten Grössen 5 Tge. 21 St. 5 Min. 50-6 Sec. und 1G'3" er-gehen; mithin nur wenig verschieden von den Angaben' Struve’s.Drei Jahre spätex - , den 14. August 1850, erblickte Lassel mit An-wendung einer Vergrösserung von 628 Male einen zweiten Neptuns-mond, doch hat er durch seine später in Malta angestellten Beob-achtungen denselben nicht gefunden, weshalb er auch die Existenzdieses Satelliten entschieden verneint, obgleich auch Mitcheleinen solchen gesehen hat.

Nach den Beobachtungen muss der im Jahre 1847 entdeckteNeptunsmond die des Uranus au Grösse bedeutend übertreffen,denn er ist nicht so schwer aufzufinden, wie die letzteren, da dochseine Entfernung von uns bedeutend grösser ist, als die derUranusmonde.