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Der Venusmond und die Untersuchungen über die früheren Beobachtungen dieses Mondes / von Dr. F. Schorr
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UMLAUFSZEIT DES VENUSMONDES.

Die sich hier so regelmässig ergebende, mittlere Zahl aus15 540 Revolutionen zeigt wohl zur Genüge, dass die Beobach-tungen nicht illusorischen oder Nebenbildern angehören, da siesonst bedeutend von den einzelnen Grössen abweichen müssten.Die Periode, welche aus diesen Beobachtungen sich ergiebt, scheintbis zur zweiten Decimalstelle richtig zu sein.

Mit Hinzunahme der Beobachtung von 1759 ergiebt sich einezweite Bestimmung derselben Periode, die von der soeben mitge-theilten nicht viel abweicht. Wir werden indess im Verlaufe dieserAbhandlung bemerken, dass mit der Annahme eines Venusmondeseinige andere Erscheinungen des Planeten Venus erklärt werdenkönnen.

2. Bestimmung der mittlern Periode aus dem Verzeich-nisse der Venusmonds-Beobachtungen durch die nach-stehenden Zeitintervalle.

Zeiten der Beobach-tung

Zeitintervalle inTagen

Revolutionen

Periode

1759 — 1672

31897-6

2621

12-1700

1759 — 1686

26569-7

2183

12-1725

1759 — 1740

6777-7

557

12-1682

1761 — 1759

707-0

58

12-1896

1764 — 1759

1750-0

144

12-1563

Mittlere Periode 12-1713

Bei der Bestimmung dieses Werthes wurde die Beobachtungvom Jahre 1759 hinzugenommen, der gefundene mittlere Werthstimmt mit dem frühem überein und ergiebt sich als solcher aus5563 Revolutionen. Nur scheinen die einzelnen Zahlengrössen dervorhergehenden Rechnung besser unter sich zu stimmen, da überalldie beiden ersten Decimalstellen dieselben sind. Nimmt man ausbeiden das arithmetische Mittel, so ergiebt sich für die Umlaufszeitdes Venusmondes 12-1707 Tage, eine Grösse, die 2 1 / 1 mal kleinerals die unseres Mondes ist.

Die bis jetzt erhaltenen Resultate, die aus den vorigen Unter-suchungen hervorgegangen sind, beweisen, dass es sich hier in derTliat um Beobachtungen handelt, die einem Weltkörper unseres