MIT DER UMLAUFSZEIT,
173
1761 Mai, vom 3 bis 4 — 30° 0° Fehler der Vergleichung
3 „ 7 = 120° — 30°
3 „ 11 = 240° — 5°
4 „ 7 = 90° — 35»
4 „ 11 = 210» _ 5o
7 „ 11 — 1200 _|_ 3Qo
Bemerkenswerth ist hierbei, dass die erste Beobachtung mitunserer gefundenen täglichen Bewegung genau übereinstimmt,ausserdem geht der grösste Fehler in dieser Vergleichung bis— 35°, also in Zeit verwandelt über einen Tag, um welchen diemittlere Bewegung von der wahren abweicht. Nach den soebenmitgetheilten Bewegungen des Satelliten aus dem Jahre 1764 er-geben sich folgende Unterschiede als Fehler der mittlern Be-
wegung:
1764 März, vom 3 bis
4 =
30°
Fehler — 15°
3
n
15 =
360°
„ - 22«
3
n
28 =
750»
„ - 67»
3
5?
29 =
7800
„ - 66»
4
n
15 =
330»
„ - 7°
4
«
28 =
720«
„ - 52»
4
29 =
750°
„ - 51»
15
»
28 =
390»
— 45°
15
29 =
4200
„ - 440
28
29 =
30»
r + 1°
Nach dieser Vergleichung ergiebt sich ein
Fehler von —
grösste Abweichung, mithin sind dieselben grösser als die vorigenaus den Beobachtungen von 1761, die ebenfalls nur als aus ge-schätzten Ortsbestimmungen herstammend angesehen werdenkönnen.
Es ist also hier dasjenige durch die uns bekannten Beobach-tungen des Venussatelliten dargestellt, was Lambert als Beweis-mittel für die Existenz dieses Weltkörpers aufstellte, denn er sagt:»Es giebt nun aber ausser den Mitteln, die Herr Hell zur Ent-deckung des optischen Betrugs vorschlägt, noch eins, welches denSatelliten unmittelbar selbst betrifft. Denn ist ein Satellit um dieVenus vorhanden, so muss er auch in seinen Erscheinungen sichals ein Satellit zeigen, demnach seine Bewegung gesetzmässig undordentlich sein“.