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SN FNR 5. 7
Molte man es umwenden, und mehr Brod fuͤr die Menſchen und we -niger Haber und Gras fuͤr das Vieh bauen, ſo wuͤrde man Brods genugfuͤr die Bewohner Engellands, und Geld genug durch die Aus fuhr erhalten;allein in kurzem wuͤrde der Mangel des Dungs aus dem Mangel der Vieh-Zucht die Feldungen fruchtlos zuruck laſſen. Die wahre Proportion zwi.ſchen Menſchen und Vieh und zwiſchen deme und dem Feldbau, iſt ein Zweckbey einer dandes · Oeconomie, den das ſcharfe Auge des klugen Oecono-
men niemal verfehlet.
Wann ich von der Vieh Zucht, als der Seele des Feldbaues rede,ſo ſehe ich auf den von daher zu erhaltenden Dung: ich verabſcheue die Vieh-Zucht, wo der Duͤnger auf den Huth Weiden unnuͤtze verſchleppt wird: ichbilde mir eine Vieh⸗Zucht, da man das Vieh im Stalle erziehet, und daß.ſelbe da, Jahr ein und Jahr aus, erhaͤlt: ich will jetzt den Vortheil nichtnennen, den uns ein beſſerer Wuchs, eine ſtete Fettigkeit deſſelben, und diemehre und beſſere Milch abgibt, ich ſehe hier allein auf den mehrern, beſ—
ſern und fettern Dung, den wir dardurch erhalten.
Die Einwendung iſt ſinnloß: daß man bey Abſchaffung der HuthWeiden weniger Vieh und mehr Dienſtbotten, folglich mehr Aufwand undweniger Nutzen erhalte. Es iſt umgewandt bis auf den Dienſtbotten,
ganz wahr.Eine Huth⸗Weide, und eine Wieſe verhalten ſich in der Nutzbarkeit ge ·
gen einander wie 1. zu 4. und der Klee. Acker, den man angeleget, gegen die
natuͤrliche Wieſe wie 6. zu 1. folglich erhalte ich von dem Klee⸗Acker 24. malmehr Graß, als ich auf einer Huth. Weide zu erwarten im Stande bin: ſorechnet der Author des kurzen und gründlichen Begrifs des geſamtengeldbaues Stuttgard 1764. pag. 235 und er redet gegruͤndet aus derallgemeinen Erfahrung: dadurch alſo, daß ich die Huth Weiden in Wieſen.Aecker und Klee · Felder verwandle, gewinnt allemal die Vieh ⸗Zucht. Geſetzealſo, man bedarf der Dienſtbotten mehr/ ſo erhaͤlt man auch mehrere Aecker
und