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und Brod, das Land wird aus einer Einoͤde ein bevoͤlckerter Staat, dieFelder erhalten vermoderten alkaliſchen Dung, geſchwaͤngert tragen ſie100, faltig mehr Fruͤchte, da ſonſt auf Huth: Weiden alle dieſe
Vortheile unnuͤtz, ja gar ſchaͤdlich, der Verwitterung bloß lagen und
verkamen.
Den Viehſtand auf die Weiſe im Stalle zum Vortheil des Getraide ·
baues zu beſorgen, bedarf man mehrers Geſtroͤh zum Einſtreuen, undmehreres Graß, und deſſen von den ſafftigſten und fetteſten Arten: bringtman es dahin, ſo kan der Getraidebau nicht mehr verſagen. Hierinnenliegt die Baſis von allem in der ganzen Oeconomie, iſt man ſo gluͤcklich,die drey Stuͤcke miteinander zu verbinden, ſo muͤſſen die Vortheile ſoſicher erfolgen, und ſo beſtaͤndig geſtehen, daß das Gluͤck eines Staates
zweiffelhafft zu werden, niemals Gefahr laufft. Viele Aecker ohne vielen
Dung, ſind mehr nicht, als vergebliche und unbezahlte Muͤhe, vielerDung von magerem Wieh bedeutet nichts, und vieles Vieh ohne vieles
und gutes Graß, wird weder nutzbar noch fett ſeyn. Man muß, um
die Wohlfart eines Landes zu gruͤnden, viele Aecker, vielen Dung, vielesVieh und vieles Graß von den beſten Sorten bekommen. Eine Anforde-
rung, der man bis daher in den wenigſten Landen, in einigen nur bis zur
Helffte, ein Genuͤge gethan hat.
Man hat fuͤr die Aecker zween Vorſchlaͤge gethan, und ſie ſind nach
meiner Beurtheilung weißlich und ſchoͤn, aber das noͤthigſte gieng ihnen
ab. Eine Ausdehnung der Felder bleibet ohnmoͤglich, aber moͤglich iſt
es, die Feldungen beſſer zu nutzen.
Man laſſe keinen Acker in der Brache, und baue einen jeden alleJahre, ſo iſt man im Stande das Drittel mehr zu gewinnen. Dieß
war der erſte der Vorſchlaͤge: die Moͤglichkeit alſo jedes Feld alle Jahre zu
bauen und nutzen zu koͤnnen, erweiſen die Kuchen- und Kraut⸗Gaͤrten, die
all Jahr gebauet, beſaͤet werden, und alle Muͤhe und Koſten 4 bezahlen;