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vermerckt dahin, daß ich ſage, wie man bisher die erſte Frage zu beant-worten ſich bemuͤhete. 10 bie i
Das iſt gewiß, daß man durch die Menge des Dunges im Stande
iſt, ein Feld ſo zu dungen und zu ſchwaͤngern, daß es alle Jahr im Stan-de iſt, auch die Pflanzen zu tragen, die vorzuͤglich viel Nahrungen erfor.dern, wann ſie gedeyhen, fortſchlagen, und in gewuͤnſchter Dicke undGroͤſe erwachſen ſollen: das Kraut, das Wurzelwerck und alle Kuͤchen-Gewaͤchſe. 5 f
Man bat aber auch den Abgang des darzu benoͤthigten Miſtes be.
merckt/ dahero iſt man auf zwey andere Vorſchlaͤge gefallen: der erſte iſt
dieſer: Man befahre das Acker. Feld mit dem Mergel: der Vorſchlag iſtvortrefflich auf Sand und uͤberhaupt auf den leichteren Feldern; alleinwolte man von dem Mergel die Dung Krafft, wie man ſie zum all.jahrlichen Anbau bedarf, erwarten, ſo wuͤrde man Urſache haben,ſich gleich im erſten Jahre ſeines Vorſchlags zu ſchaͤmen Die irrenalle, die dem Mergel eine eigentliche Dung⸗Krafft in der erforder-lichen Maaſe wurden zuſchreiben, er hat bey ſich/ wie alle andere Cor
per, Salz und Oehle, allein in geringerem Maaſe; ſeine Auffuͤhrung auf
leichte Felder, die nicht genugſam kan angerat hen und geprieſen werden,
geſchiehet nicht in der Abſicht, eigentlich damit zu dungen, ſondern den
Feldern ihre benoͤthigte Schwehre zu verſchaffen) wodurch auch die/ demGetraidbau ſchaͤdlichen Graß Arten, verkemmenn.
Kretſchmar und von Pfeiffer, und zwar letzterer in demLehr Begriff ſaͤmtlicher Oeeonomiſchen und Cammeral-WMiſſenſchafften, Stuttgardt 1764. Part. I. pag. 78. ſegd.geben einen andern Vorſchlag durch eine ſiebenfaͤltige Abtheilung derFeldungen, da man im ſiebenden Jahr, auf der ſiebenden Abtheilung,Oras und Klee baute, und ſie zum Getraidebau wieder herum wirfft;
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