16 S e K 078.
auf allerley Feld und fuͤr alle Gattüngen der Erd Gewaͤchſe ſeyn muͤſſe.Die Erfahrung ob ſie ſchon nicht uͤber 2. oder 3. Jahre alt iſt, hat dennoch ſchon deutlich erwieſen, daß er bey nahe alle Dung⸗ Mittel uͤber-
treffe, wenigſtens das peoifiqueſte Mittel enthalte, den Klee recht wun-
derſam herfuͤr zu treiben.
So fuͤrtrefflich der Gyps dunget oder welches eben ſo viel iſt, denPflanzen die Nahrung verleihet, ſo deutlich iſt es auch, daß ein Feld von
ihme uͤberladen, verſaget, daher die Strecken, wo er in Bruͤchen in ei.
ner Menge ſich vorfindet, gemeiniglich ganz oͤde und unfruchtbar da
Man hat alſo im Ausſtreuen Maaſe zu halten: 3. Metzen oderSimri zu 16. Maas gerechnet, ſind hinlaͤnglich, einen Morgen von180, Quadrat-Ruthen à 12. Schuhe Rheinlaͤndiſch Maas zu befruchten, 9, bis 10. Simri wird nicht zu viel ſeyn. Mit ſo viel Staub hatman bisher ſo viel Feldboden geſeegneteſt gedunget.
Nota. 16. Metzen thun 1. Nuͤrnberger Simra, dahingegen 1.Simri, wie es im Hohenlohiſchen gebraͤuchlich, nur ſo vielals eine Metzen oder der 1öte Theil von einem NuͤrnbergerSimra iſt.
Es iſt noch kein Oeconome je mit einer Entdeckung oder neuen Er.findung irgendwo aufgetretten, der nicht allemal von allen Seiten her
Widerſpruch und Streupungen wider ſeine Vorſchlaͤge gefunden haͤtte:der Mergel, das allervortrefflichſte Mittel auf leichtem Felde, ihme die
proportionirte Schwehre zu geben und das Unkraut zu vertilgen, wievielen Wiederſpruch fande nicht der? und ſo eben ergehet es jetzo demOyps: wider jenen erfand man ſogar ein Wort, ſeine Schaͤdlichkeit da.mit zu bezeichnen: Ausmergeln i. e. Auszehren, als ob der Mergeldas Feld magerer und unfruchtbarer wache, man haͤngte ein ſinnlos erfun.
un