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Die Lehre vom Gyps als einem vorzüglich guten Dung zu allen Erd-Gewächsen auf Aeckern und Wiesen, Hopfen- und Weinbergen / beschrieben von Johann Friderich Mayer
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Man forſchte auf den Unterſcheidungs Grund, warum bey einerund eben der Fuͤtterung einiges Vieh geſund blieb und fett wurde, dieſesaber ſtarb: Die Urſache war bald entdeckt: Der Haus. Vatter hatte denGyps geſaͤet, da das Gras ſchon aus dem Boden heraus war, ſolcherhaͤngte ſich an das Gras an, und das Vieh fraß ihn ſo ein, der andereHaus Vater aber ſaͤete ſeinen Gyps ſchon Anfangs des Merz unddieſer verkam ſich gaͤnzlich in dem Boden, und dungte ohne allenSchaden; 2

Daher iſt es auch nothwendig, die Zeit der Ausſtreuung des

Gyps · Staubes zu bemercken und zu beobachten.

Man muß ihn ausſtreuen, ehe das Gras oder die Fruͤchte noch kal

men: bey Acker⸗Fruͤchten, ſo bald ſie geſäͤet ſind, auf Wieſen; ſo baldder Schnee abgeht, und Thau Wetter einfaͤllt, zu Ende des Februar,oder Anfang des Merzen; 2015 nn aSo ſind die Einwendungen gegen den Gyps alle: die Einwendung/daß er die Wieſe ausſauge, iſt einfaͤltig: ein Dung, welcher die Beſtand.

Theile der Pflanzen in ſich enthaͤlt, ſie aus der Lufft anziehet und mitthei.

let, wie kan der aus ſaugen? wann man ohne Principiis unſyſtematiſchplaudern will, ſo kan man alles gefaͤhrlich, ſchaͤdlich und verwerfflichwohl aufſtellen. 10 f 8 m.

Wollte man vieles da nachgeben, ſo koͤnnte man ſolchen Zweifflern

anrathen, ihre Aecker und Wieſen ein Jahr ums andere mit Miſt undGyps Wechſels.Weiſe zu dungen, oder den Gyps mit etwas wenigen rechtverfaulten Miſt oder Erde zu miſthen. nt ee 11

Es iſt faſt eine unertraͤgliche Laſt fur alle Oeconomen die ſchrelben

und vorſchlagen, daß ihre Erfindungen im Anfang wenigſtens mit Undauckbezahlet werden, und daß wenigſtens der Bauer ohne ſichtbare Beweiſe

und

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