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der Stein zur Lincken, ſo hat der Mann auf der Rechten in ſeiner rechtenHand eine kleine hoͤlzerne Schauffel, womit er die im Drog gequetſchte
Gyps,⸗Steine auflockert, geht der Stein auf die rechte, ſo thut er auf
der lincken Seite mit ſeiner lincken Hand das nemliche, und kaum hat manalſo den Muͤhl. Stein 3. mal hin und her geſchoben, ſo iſt der Gyps-Staub ſchon fertig, dann es bedarf eben nicht, daß er ſo gar rein wird,Stuͤckgen wie Bohnen oder Erbſen ſchaden nicht, ſie verkommen ſich nachdem Aufſaͤen alle gar bald. f
—Haͤtte man eine Muhle, wie eine dein-Oehl Mühle, ſie mag mitSteinen oder Stampfen ſeyn, die unten mit dickem Eiſen beſchlagen waͤ.ren, ſo waͤre der Gyps⸗ Stein noch eher, zerpulvert. Kurz, mit 2. bis z.Kreutzer Zahlung kan eine Metze oder Simri bereitet werden: ich habedurch 3. Mann in 3. Tagen nach dem erſtern Vorſchlag 80. Simri be-reiten laſſen. 1 25 J f f
Hieraus und da man den Stein in einigen Gegenden in unzuberech-nender Menge vorfinden kan, da ein Morgen ⸗Feldes mit ſo wenigen Koſten,gedungt wird, welches mit gewoͤhnlichem Dung unter 4. fl. den Wagen
voll für 30. Kreutzer gerechnet, nicht geſchehen kan, ſo ergibt es ſich vonſeloſten, daß ein Land, ſo einen Gyps⸗Steinbruch beſizet, einen unzu-berechnenden Vortheil vor andern hat. ö
Es wird wohl keine Obrigkeit ſo eigennuͤtzig ſeyn wollen, den Ver-brauch des Gyps ihren Unterthanen zu verwehren, oder dafuͤr von ihnen
eine Zahlung zu erwarten; allein, daß Obrigkeiten ihnen erlauben muͤſten,
mit dieſem herrlichen Dung⸗Mittel einen Handel in- und auſſer Landestreiben zu doͤrfen, dazu ſage ich nein: alle Steine von Werth: Edelge.ſteine, der rothe Serpentin in Sachſen, Stein- Kohlen, ꝛc. ſind durch-aus zu den Regalien geſchlagen: Der Gyps⸗Stein iſt nun mehr, als dieſeletztere; von ihm haben wir die Nahrung, er iſt in Menge, wo er ein,
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