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Die Lehre vom Gyps als einem vorzüglich guten Dung zu allen Erd-Gewächsen auf Aeckern und Wiesen, Hopfen- und Weinbergen / beschrieben von Johann Friderich Mayer
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mal gefunden wird, das Simri Gyps⸗Mehl, nemlich 18. Maas gepuͤl.vert/ wird ſchon zu 12. und 18. Kreutzer verkaufft, nach ſeinem vortreff-lichen Effect auf allen Feld⸗Fruͤchten und in hohen Wieſen und Einoͤdenbetrachtet, wirfft er jahrlich mehr Gewinnſt ab, als alles, was jemalsentdeckt worden. Die meiſten andere Dung ⸗Mittel ſind theuer oder ſel.ten, nicht einfach genug, oder zu muͤhſam und koſtbar, dieß aber leidetan keinem von allem.

Die Probe wird meinen Vorſchlag billigen und rechtfertigen: Mannehme Gyps-Mehl, befeuchte es den Winter hindurch oͤffters mit Miſt.lachen⸗Waſſer, ruͤhre alles durcheinander, und ſtreue es auf, ſo wirdſich der Effect des Gyps um vieles erhoͤhen. Es iſt niemals eine Ent-deckung gemacht, oder ein Mittel zu irgend einer Abſicht erfunden und ge-braucht worden, welches nicht nach und nach, eine Verbeſſerung erhaltenhaͤtte, warum ſolte es nicht hier eben ſo erfolgen?

Ich thue noch ein einiges hinzu: die Naturen aller Steine ſind beynahe faſt eins: ſie beſtehen, wie alle andere Coͤrper, aus Oehl, Erde,Salz und Waſſer, ihr Kleber ſelbſt, der ſie ſo veſte gebunden hat, kanwohl nichts anders als die feinſte Erde, Salz, Oehl und waͤſſerigte Safftſeyn, welcher die Menge der Beruhrungs⸗Punete durch Ausfuͤllung derPorus herfuͤr bringt, wodurch nach den Regeln der Attraction die Feſtig.keit der Steine erfolgt.

Iſt dieſem nun alſo, ſo muͤſſen ſie alle eine Dung-Krafft beſitzen,und alſo gepuͤlfert den Gewaͤchſen eine Nahrung verleihen: dungt eine ge-ruhete Erde, die kein Stein iſt, warum nicht der Stein, der doch Erde,Salz und Oehl iſt, und lange geruhet hat?

Hat man von je her aus der Analogie richtig geſchloſſen, ſo wirddieſer mein Schluß das Unwahrſcheinliche verlſehren, ich dencke, ich ſchließenicht unrichtig oder falſch.

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