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züglich durch die Schönheit der Verzierungen unterscheiden müssen. Die 2ksteKupferplatte zeiget die Änderung eines Läselwerks von dieser Art. Man siehetin der Mitte einen bamin von einer schönen Eincheilung, der anstatt der Krönungein Gemählde hat. Er ist zwischen zwey Feldern von Tafelwerk mit leichten undverändertenVerzierungen.Denn man hat seine Absicht besonders darauf gerichtet,daß alle Verzierungen, die auf dieser Kupferplatte sind, verändert seyn möchten,um diejenige wählen zu können, welche am besten gehrsten. Eben dieje Verände-rung hat man angebracht in Ansehung dererjeniqen, die über der Thüre sind, obsie gleich ein wenig außerordentlich aussehen. Dennoch aber kan man versichern,daßsiejeztam meisten im Schwange gehen, und man noch viel wunderbarere zumachen pttegt. Von diesen beyden Thüren, deren Krönung sie ausmachen, dienetdie eine, in das Geheim-Zimmer zu kommen: die andere aber ist nur blind , undum der Symmetrie willen angebracht worden.
Die grosse Zimmer haben allezeit kleinere Zimmer neben sich, die nicht so hochfind, wohin man sich im Winter begeben kan, weil sie leichter zu erwärmen sind.Man bringt daselbst kleine Schlafzimmer an, wo man das Bette in dergleichenBlinten, als in der 22sten Kupferplatte vorgestellet worden, hinstellen kan. DasBette nimmt sodenn die ganze Breite und Tiefe dieser Blinten ein, und da eS alsoeingerichtet ist, daß eS von der Seite in die Augen fallet,so braucht man zwey Kopf'bretter und zwey Küssen dazu, um eine genaue 8 ymmetrie zu beobachten. Manbat schon oben gezeiget, wie man den Plaz, der auf beyden Seiten der Blinteübrigbleibet, nutzen könne. Hier ist nur noch dieses zu bemerken, daß, da diekleine Höhe des Tafelwerks nicht erlaubt, diesen durch das obere Theil der Thüre-aS Licht zu verschaffen, man GlaSthüren zu machen genöthiget sey, woferne mandas Licht nicht auf andere Weise haben kan, welches leztere rnan aber allezeit zuerstsuchen muß, weil die Thüren von Holz besser aussehen.
Die 2 zste Kupferplatte stellet einen Abriß einer Blinte von anderer Art vor,welche sich für ein klemeS Cabinet schikt. Diese Arten von Blinten werden gemei-niglich hinten in dem Cabinet den Creuzstöken gegenüber angebracht, damit man,wenn man aufdem Onapee, 8 opks, oder Rnhe-Bettlein sizet, eine schöne AuS-ficht habe. Oefters bringt man hinten noch einen grossen Spiegel an, um die äu-ßere Gegenstände gedoppelt sehen zu können. Die zwey Theile des Tafelwerkes,welche dieser Blinte zur Seite sich befinden, sind von verschiedener Zeichnung. DieAuSzierung deS einen ist ein Feld, welches hervorgehet über zwey Pfeiler, welchein der Mitte auf eine besondere Art unterbrochen sind. Dieses Feld hat zu seinerKrönung ein anderes EmundeS Feld, worinnen man auch ein Gemählde anbrin-gen kan. Die andere Seite hat einen grossen Spiegel, der von dem Täfelwerkder Brustlehne hinaufgehet bis unter den Kranz. Man kan davon auswählen,was besser zu seyn scheinet.
Die Aufrisse des TäfelwerkeS, welche bisher vorgeleget worden, scheinen ge-irugzuseyn, um sich einen allgemeinen Begris zu machen von den verschiedenen
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