132 Sogenannter Sarkophag des Alexander Severus.
einen Zweifel zurück, zumal dem Römer kein anderer Aus-weg gelassen zu sein scheint, als der, welcher sich ihm durchdas Niederstossen des Rosses seines ihm offenbar überlegenenGegners darbietet. Gelingt es ihm nicht, das blitzschnellvorandringende Thier kampfunfähig zu machen, so ist es umihn geschehen.
Diese Umstände dürften kaum auf eine andere der vielenSchlachten, die sich die Römer und Gallier einander geliefert,so genau passen, wie auf das berühmte Treffen bei Pisa, wel-ches im J. d. St. 527 = 225 v. Chr. beide Heere ihrer Füh-rer beraubte, dieRömer aber siegen liess. Aneroestus tödtetesich selbst auf dem Wahlplatz und der Consul C. Atilius bliebim Kampf.
Der Sieg der Römer wird auf unserem Denkmal durchzahlreiche Episoden verherrlicht. Zu beiden Seiten der anden Ecken aufgepflanzten Trophäen sehen wir gefangene Gal-lier, durch Schnauzbart und Torques hinreichend gekennzeich-net, auf ihren Schilden sitzen und auf dem Deckelfries sinddie gefangenen Weiber und Kinder der Unterlegenen in tie-fer Trauer dargestellt. Auf den blutig erkauften Sieg deutendie auf den Seiten des Deckels todt ausgestreckten römischenHeldenjünglinge hin.
15. Sogenannter Sarkophag des Alexander Severus.
Dieser riesenmässige Steinsarg, welcher offenbar die Be-stimmung hatte, die Gebeine der beiden Individuen aufzube-wahren, deren Porträtgestalten auf dem Deckel gelagert sind,wurde schon um das Jahr 1594 in dem grossen Grabhügelentdeckt, welcher links von der heutigen Strasse nach Fras-cati liegt und den Namen Monte del grano führt. Er scheintindess erst unter Urban VIII, der ihn öffnen und das in sei-nem Inneren verborgene herrliche Glasgefäss, welches vonseiner Familie auf die der Portlands übergegangen und jetztim British Museum aufgestellt ist, herausnehmen liess, ausjenem Grabesgewölbe in das capitolinische Mu'seum versetztworden zu sein.
Er ist an allen vier Seiten mit reichen Reliefdarstellun-gen geschmückt, welche sämintlich das tragische Geschick