astrologische Beymischung ist; ein Fehler,der sowohl wegen ihres Zeitalters, alsauch ihres Geschlechts und ersten Lehrmei-sters, zu verzeihen ist.
357) Kirch (Christfried) ein Sohn ebenvorbeschriebener Personen,' welcher denGeist seiner Eltern geerbt hatte, und alsogleichfalls ein Astronom war. Er kam imJahr 1694 den 24. Decemb. an dem Ge-burtsorte seines Vaters zur Welt. Er siu-^irte 1714 auf der Universität Leipzig,und gieng von da nach Königsbergund Danzig. Am letzten Orte observirteer auf der Hevelisehen Sternwartesehr fleiffig, und brachte dieses grossenDanziger Astronomen Schriften undInstrumente in Ordnung. Der CzaarPeter I. wollte ihn nach Petersburghaben; er folgte aber diesem Rufe nicht,sondern gieng 1717 zur königl. Societätnach Berlin, und bekleidete seines ver-storbenen Vaters Dienst als Astronom.Anno 172z übersandte ihm die königl.französische Akademie zu Paris, auseigener Bewegung, das Patent einesKorrespondenten. — Er hat geschrieben:1) deutsche Ephemeriden für die Jahre1714; 171s und 1716. — 2) Aufrichti-ger Bericht von yem im Jahre r 7 r 6 den 12.