Steuern fort. Da eben damals Friede war, und der erste Konsulsich sehr angelegentlich mit der Reorganisation der Verwaltungbeschäftigte, so ernannte er eine Kommission, die ihm ihr Gut-achten hierüber abgeben sollte. Die Mitglieder dieser Kommis-sion waren aus ganz Frankreich gewählt. Sie waren alle darineinig, daß die Verfertigung eines vollständigen Katasters daseinzige Mittel sey, zu einer gleichförmigen Vertheilung derSteuern auf alle Departements und auf alle Gemeinden zu ge-langen, und daß dieß nur durch eine amtliche Vermessung undAbschätzung erreicht werden könne. Da man aber vor denKosten und der dazu erforderlichen Zeit erschrack, so sollten injedem Departement nur einzelne, durch das Loos gezogene Ge-meinden, im Ganzen 1800, gemessen und abgeschätzt werden,und dann wollte man nach dem sich ergebenden Resultate dasganze Departement in demselben Verhältnisse hinauf oder her-absetzen, wie seine in ihm gelegenen Gemeinden hinauf oderherab kommen würden. Die Gemeinden wurden nach Kultur-massen gemessen. Die Felder machten Eine Figur, die Wiesen,die Waldungen je ebenfalls Eine, und es wurden in ihnenkeine Grenzen des Privateigenthums angegeben. Der Maßstabfür die Gemeindekarten war /z««. Die Arbeiten rückten nurlangsam fort, da man mit allzu wenig Kenntniß der Verhältnissebegonnen hatte. Als die Arbeit gegen Ende des Jahres » 8 o 3vollendet war, und Der Minister die Steuern nach den 1800Gemeinden vertheilen wollte, so machten alle Präfekten Vorstel-lungen dagegen, indem sie erklärten, daß die neue Vertheilungso fehlerhaft würde als die alte. Inzwischen hatte die Regie-rung im Oktober i 8 o 3 beschlossen, nicht bloß die 1800 Gemein-den, sondern alle vermessen und abschätzen zu lassen. Der Planfür diese Messung blieb derselbe: Vermessung nach Kulturartenohne Parzellarvermessung. Das Geschäft ging rasch vorwärts;allein die Ungleichheiten zwischen den einzelnen Gemeindcgliedernblieben dieselben. Um auch diese zu heben, traf man im Okto-ber r 8 c >3 die Anordnung, daß die Eigenthümer genaue Deklara-tionen über die Größe ihres Besitzes abgeben sollten. Manglaubte, daß dieses leichter zu erhalten seyn würde, als die frü-her verlangte Angabe des Ertrags. Die Summe der Deklara-tionen mußte dann mit dem gemessenen Inhalte der betreffenden
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Die trigonometrische Aufnahme eines Landes. Darstellung des dabei in Anwendung kommenden Verfahrens / von L. W. Klemm
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