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sehr klein vertheilte«« Ackerfeld, oder mit vielen Gebäuden, Gär-ten, Baumhöfen, im '/-s« theiligen Maße, so daß auch selbstdas kleinste Eigenthum in der Flurkarte noch ausgedrückt wer-den kann. Alle Sektionskarten zusammen bilden den Gemeinde-atlas, dessen erstes Blatt die Gemeindekarte (tsdlesu ä'nssein-dlsge) ist, die den Zusammenhang und die Lage der Sektionenzeigt. Weil auf jedes Blatt der Maßstab gezeichnet wird, indem es aufgenommen wurde, so ist es von keinem Nachtheil,daß die Sektionen in verschiedenen Maßstäben aufgenommensind, da sie ohnehin nie zusammengelegt werden. Dagegen bie-tet dieß Verfahren die große Bequemlichkeit dar, daß nun je-desmal derjenige Maßstab gewählt werden kann, welcher derVertheilung des Bodens am angemessensten ist. Die Anzahl derSektionen ist gewöhnlich 5—8; doch hängt sie von der Größeder Gemeinde und der Gütervertheilung ab. Jede Sektion istmit einem Buchstaben, L, c, v rc. bezeichnet, und hat nochaußerdem einen Namen, den sie schon in der Gemeinde führt,oder den ihr der Geometer mit Zustimmung des Maire gibt,z. B. bei den drei Bäumen. Nachdem die Eintheilung inSektionen vollendet ist, so entwirft der Geometer hierüber einProtokoll, wovon er eine Abschrift dem Ingenieur zuschickt.
Die Instrumente für die Aufnahme sind: der Winkelmesser,der Meßtisch, die Boussole, das Winkclkreuz, eine Meßkettevon ro Metern und die verschiedenen Maßstäbe*). Der Geo-meter soll seine Instrumente verificiren, bevor er in eine Ge-meinde abgeht. Dieselbe Verification wiederholt der Ingenieurbei seinen Rundreisen. Der Geometer ist gehalten, alle seineMessungen, so wie er sie nach und nach vornimmt, auch gleichauf dem Plane der Sektion zu verzeichnen, und damit nicht biszu Ende der Aufnahme zuzuwarten.
Der Detailvermessung geht die Triangulirung voraus. DerGeometer sucht sich zu diesem Ende einen passenden Ort zurMessung der Standlinie aus, bezeichnet deren Endpunkte mittief eingeschlagenen Pfählen und mißt sie zweimal mit der Kette,wobei diese immer horizontal gehalten wird. Die Dreieckpunktewählt er so, daß wenigstens auf io<» Morgen ein Dreieckpunkt
°) Der allgemeine Gcblauch des Meßtisches ist nicht vorgeschrieben worden.