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Die trigonometrische Aufnahme eines Landes. Darstellung des dabei in Anwendung kommenden Verfahrens / von L. W. Klemm
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am Schluß die Kulturen nach dem Gesammtmaß zusammenge-stellt. Das Meßregister wird dem Steuerdirektor überliefert, welcherauch die übrigen Aktenstücke und Karten erhalt. Durch den Inge-nieur werden zwei Kopiern der Flurkarten besorgt, welche den At-las der Gemeinde und des Kantons bilden. An den Umfangslinienjeder Sektkonskarte sind die andern Sektionen oder die andernGemeinden angezeigt, mit denen sie zusammengrenzt. Wennin einer Sektion ein Theil herausgenommen, und der Kleinheitder Parzellen wegen in einem größeren Maaßstabe gezeichnetworden ist, so folgt diese Karte unmittelbar anf die Sektion,wozu sie gehört (Lsrte cie üeveloxpement). Auf jeder Karteist unten der Maßstab angegeben, unh eine Windrose zeigt dievier Himmelsgegenden an. Die Karten des Atlases sind ohneFarben, auch die Kulturen ohne besondere Bezeichnung, aberjede Parzelle trägt ihre Nummer. Die Gebäude sind roth, Flüsseund Bäche wassergrün, die nicht steuerbaren Gründe sind miteinem blauen, die Kdnigl. Forsten mit einem grünen Streifchenumgeben. Die Gemeindekarte (tubleau ck'nssemdlnge) ist mitTusch gezeichnet, und nur die Ortschaften sind mit Carmin angelegt,und die Königl. und Gemeindewaldungen grün eingefaßt. DieUmfangslinie jeder Section hat hier dieselbe Farbe, wie aufdem einzelnen Blatte; die Grenzen der GemeiiM haben stärkereStreifen. Der Ingenieur hat auf die Gemeindekarte die Berge,Hügel, Straßen, Wege, Flüsse, Bäche, die großen Höfe, undeinzelnen Häuser, so wie alle merkwürdigen Gegenstände zu zeich-nen, welche die Aufsuchung der Karren im Atlas erleichternkönnen *). Der Titel jeder Gemeindekarte enthält den Namendes Departements, des Arrondissements, des Kantons, der Ge-meinde, das Jahr der Aufnahme, den Namen des Präfekten,des Steuerdirektors, des Maires, des Ingenieurs und des Geo-meters. Für die Abschätzung wird eine Kopie des Planes aufOelpapier oder anf anderes Papier gezeichnet (^tlus portutik).

Bei dem beschriebenen Verfahren hat man den Vortheil, daß keineEigenthumsgrenzen von den SeklionSgrenzen durchschnitten werden,und daß man die Parzellen jeder Sektion ohne Störung besondersnumeriren kanu, wodurch man zu große Zahlen vermeidet; dagegenerhält man beim Zusammenlegen der Karten kein zusammenhängendesBild der Markung, selbst wenn dabei ein zusammenhängendes Meß-tischblättershstcm in Anwendung gebracht wird.