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Ueber das Cataster [1] : erstes Buch. Geschichte des Catasters / von Benzenberg
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delheim an, welche als Verificationslinie für diegan^e Triangulirung diente.

Die aus den Dreiecken berechnete Länge derMündclhcimcr Srandlinie war 24748,6 Fuß

die unmittelbare Messung gab 24746,8

so daß der Unterschied nur 1,8 Fuß

war. Auf einer Länge von 12749 Fuß war als»um i Fuß gefehlt worden. *)

Bei den Spiegelsertanten war friiber eine Schwie-rigkeit, die es wohl verhindert bat, daß man sie zugroßen und genauen Messungen benutzte. Mankonnte nämlich mit ihnen die schief gemessenen Win-kel nicht auf den Horizont bringen, und Le CogHat bei seiner Triangubrung von Westphalen dieWinkel, welche er mit dem Sertanten gemessen,wirklich so schief liegen lassen, wie sie gemessen wor-den. Die Ursache lag im Folgenden:

Mit jedem Spiegelinstrumente muß man de»Winkel in der Eheste messen, in der er liegt,also in einer schiefen Ebene, wenn der Winkel ge-gen den Horizont geneigt ist. Um ihn durch Rech-nung gus den Horizont zu bringen, muß man dieNeigung seiner Schenkel gegen den Horizont ken-nen, die bei großen Dreiecken immer klein ist undselten mehr, als - oder 2 Grade beträgt, wie wirnur Einmal den Fall in der Nahe des Siebengebir-