Das Befangenseyn im eigenen Vortheile ist dasgroße Hinderniß bei der Verfertigung der Catastcr,und man hat schon unendlich gewonnen, wenn mandie Einrichtungen so getroffen, daß alles von Men-schen geschieht, die keinen Vortheil noch Nachtheildavon haben, ob ein Eigenthum — oder eine Ge-meinde oder ein Canton um 5o Proccnt höher oderniedriger in der Steuer zu stehen komme.
Will man eine Statistik des Landes aufstellenund ein vorläufiges Catastcr machen, so muß manimmer damit anfangen, daß man den Zuhält derGemeinden bis auf etwa 10 Procent richtig stellt,damit hierüber nachher keine schwankenden Meinungenmöglich.
Zede Gemeinde muß von einem Landmesserumgangen werden, der ein Prorocoll über ihre Gren-zen aufnimmt und eine Umfangskarte zeichnet, damitman von jedem Stücke weiß, ob es zur GemeindeL oder zur Gemeinde L gehöre. — Zu gleicher Zeitnimmt der Landmesser große Heiden und Waldun-gen, welche in der Gemeinde sind, mit Schrittenauf und zeichnet sie auf die Karte. Denn von Hei-den und Waldungen weiß gewöhnlich Niemand dieungefähre Größe, und wenn in der Angabe derHeiden um 5oo Morgen geirrt worden ist, so siehtdas eben so gefährlich aus, als wenn das Ackerlani