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Ein definitives Cataster auf Declarationen grün-den zu wollen, ist Thorheit. — Mit einer großenAnstrengung erhielt man eine sehr unvollkommeneArbeit, und die die 62 Millionen nicht werth war,die der Minister darauf verwenden wollte.
Die Hauptsache beim Cataster ist: daß, wen»es einmal fertig, wenn einmal das vieleGeld und die viele Mühe darauf verwen-det, daß es dann auch einige Jahrhun-derte hindurch gut und brauchbar bleibe.
Allein es ist nicht leicht, solche Einrichtungenzu treffen, daß das Cataster immer dem Zustandeder Gesellschaft folge und immer bey der Gegenwartbleibe. Alle 26 Jahre macht der Boden seine Ro-tation und kommt in andere Hände. Es sind dannganz andere Besitzer, und unter diesen ist der Bo-den auf eine ganz andere Weise vertheilt, DurchErbschaft und Kauf ist jedes Grundcigcnthum in an-dere Hände gekommen, und oft ein Drittel weitergetheilt worden. Allen diesen Veränderungen mußdas Cataster folgen, ohne in Verwirrung zu kom-men. Dieses kann es aber nur dann, wenn einespecielle Karte der Gemeinde vorhanden ist, auf derdas Erundcigenthum verzeichnet. — So wiejetzt zwei Stücke neben einander liegen — so liegen sie