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Ueber das Cataster [2] : zweites Buch. Verfertigung des Catasters / von Benzenberg
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MIM geringen Einfluß auf die mittlere Wanne desJahres, die das Thermometer jcigt; allein auf diePflanzenwelt, die'gerade in ihrer Vlüce ist, übtj dieses einen so großen, daß ^r Ertrag vielleichtnicht die Hälfte ist. *) Nimmt man für den rohenErtrag Mittel aus >o Zähren, so werden diese nochbedeutend von einander abweichen, obgleich ihre Ab-Michungcn schon zwischen viel engere Grenzen ein-geschlossen sind als die Angaben einzelner Zahre.Nimmt man 5 solcher Mittel, die also einen Zeit-raum von 5» Jahren umfassen, so wird man, wennman aus diesen aufs Neue ein Mittel nimmt, derAahrheu ungemein nahe seyn. Um wie weit, man nicht mehr von ihr entfernt ist, das lehrt dieWahrscheinlichkeitsrechnung, sobald die An-i zahl der Beobachtungen und ihrc Abwei-i chlingen unter sich bekannt sind. Man

') Mehrjährige Pflanzen, wie z. B. die Bäume, ban-ge» d!v- von der mitlero Temperatur ab, da in ei-ner langen Reibe von Jahren jede Temperatur ihrenEinfluß aM sie übt. Man kann deswegen im Ge-birge aus dem Baumwuchse auf die Hohe schließen,»eil alle 6oo Fuß Höhe die Wärm: um > Gradabnimmt und jede Baumart einen bestimmtenWärmegrad bedarf, der zu ihrem Fortkommen noth-wendig. Fehlt ihr dieser, so wächst sie nicht mehrund verschwindet. Eo gehen z. V. in der Schweizjauchen dem 4 zsten und güstrn Grade der BreitedieÄjeinstöcke.lns auf 2gz.> Fuß Höhe, die N»ß-^iume bis Mai, die Kirschbäume bis gtäo, diesuchen bjs auf gi ov, die Tannen bis auf 6421, FußWe über dem mittelländischen Meere.