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Ueber das Cataster [2] : zweites Buch. Verfertigung des Catasters / von Benzenberg
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248
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das haben wie oben gesehen. Eins der gewöhnlichstenVorurthcile ist, daß man auf den Empfang der Steu-crn 6 x. 0. verwenden müsse, allein auf die Verfer-tigung der Rollen nicht i p. 0.; denn daß die Steu-ern empfangen würden, dabei waren die Cassen un-gleich mehr inreresstrt, als daß ste gleichförmig ver-theilt würden; auch sey jede lEmpfängerstelle eineDersetzungsanstalt, welche man Jedem verleihen könne,der nur Geld zu zählen wisse und anschreiben kön-ne. Man wird nie dahin kommen, solche Einrich-tungen zu treffen, wodurch das Cataster erhalten wirk,wenn man nicht von dem Grundsätze ausgeht: DasCataster wird nie geendet. Die ersten acht2ahre ist im Cataster die größte Arbeit, um alle Flur-karten und Flurbücher zu machen. Allein wenn auchdiese vollendet, so geht das Cataster immer fort. DieKarten folgen allen Veränderungen, die sich im Bo-den ereignen, die Flurbücher folgen allen Veränderun-gen, welche stch im Besitz ereignen und das Erd-und Erbebuch ist das fortlaufende Lonts courrent,welches die Eingesessenen einer Gemeinde über ihreGrundstücke mit einander führen. Die Verfer-tigung der Rollen ist eben so wichtig alsihre Erhebung, und die Erhaltung desCata sters ist eben so wichtig wie dieGrundsteuer. Die Stellen der Steuereinnehmersind allerdings Versorgungsanstaltcn, in welche aberNiemand aufgenommen werden kann, wenn er Mvorher in der Verfertigung der Rollen gearbeitet. -Niemand kann in die zweite Abtheilung der Grund-