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Ueber das Cataster [2] : zweites Buch. Verfertigung des Catasters / von Benzenberg
Entstehung
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315
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daß nach Hungerjahrm gleich wieder wohlfeile Zei,ten eintreten. Im Jahre 1817 sind gewiß doppeltso viel Kartoffeln gepflanzt worden als > 8 , 5 .Hierzu kommt eine große Erfparniß in den Lebens-Mitteln, an die sich die Gesellschaft in solche» Jahrenwie 1816 gewöhnt, und die noch einige Jahre nach-wirkt. Die Menge der Lebensrnittel, die durch diesegrößere Betriebsamkeit erzeugt und durch die grö-ßere Sparsamkeit erhalten werden, ist die Ursa-che der Wohlfeilhcit derselben, und diese wieder eineUrsache der Vermehrung der Bevölkerung, weilmm viele Ehen zu Stande kommen, die ohne diesesnicht würden zu Stande gekommen seyn *).

') Denn die Bevölkerung ist immer auf demMarrmv, auf dem sie sich bei dc »vorhande-nen Lebensmitteln erhalten kann. Hat dieGesellschaft aus Lust geheirathet, so muß sie nach-her aus Noth arbeiten. Denn wenn sie in der An-strengung die größtmögliche Menge Lebensrnittel zubauen nachlassen wollte, so würde sie gleich wieder inNoth seyn nnd verhungern; und so schwankenBevölkerung und Menge der Lebensmittel immer ummittlere Zustände sind aber im Ganzen am An-nehmenweiches in unseren alten europäischen Staa-ten nicht so sehr seinen Grund im Urbarmachen neuerLänder««» hak, als im Theilen der bereits urbarge-machte», da auf getheiltem Boden mehr Lebensrnit-tel wachsen als auf »»getheiltem, wie solches oben be-reits gezeigt worden.