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Ueber das Cataster [2] : zweites Buch. Verfertigung des Catasters / von Benzenberg
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ständige Reparatur; 2) verschwinde es endlich gänz-lich, und 3 ) stehe es oft leer, wenn man es ver-pachte, wo es also gar keinen Ertrag gebe. DieseEinwendungen lassen sich in folgender Weise auf ih-ren wahren Gehalt bringen und auf genaue Zahlen.1) Was die Reparatur betrifft, so wird hierfür einAchtel des reinen Ertrags abgezogen. Gesetzt, einHaus ist für 2000 Thl. gekauft worden und thut8o Thl. Miethe, so Wird diesem jährlich 10 Thl.für Reparatur gut gerechnet, und wenn an einemsolchen Hause in »o Jahren für roo Thl. reparirtwird, so wird es sehr gut unterhalten. 2) Für dasVerschwinden der Häuser wird ebenfalls ein Achteldes reinen Ertrags abgerechnet, so daß von «0 Thl.nur 60 in die Rolle als Reinertrag kommen,, unddieses ist wieder sehr reichlich gerechnet, wenn mandie Dauer eines Hauses auch nur auf 100 Jahrerechnet. Dem Besitzer des eben angeführten Hauseswerden jährlich 10 Thl. für das Verschwinden ange-rechnet, und wenn er diese auf Zinsen setzt, so hater am Ende des Jahrhunderts 10000 Thl., fürwelche er! sich 2 neue Häuser kaufen kann, wovon je-des wieder, wie das alte, 2000 Thl. kostet. Dadiese Angabe vielleicht übertrieben scheinen könnte, sowill ich die kleine Rechnung hier hinsetzen, auf der sieberuht. Gesetzt, der Besitzer legt jährlich die 10 Thl.zurück, welche ihm im reinen Ertrage seines Hausesgut geschrieben werden, und stellt solche jedesmal aufZinsen, sobald er 100 Thl. beisammen, welches amEnde des roten, des Lösten, des Zosten .... Jahrs

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