Band 
Volumen primum.
Seite
462
JPEG-Download
 

462

Prognosticum

geregnet ohne einen aspect, bald schön drauff. Den 5. abends vnd nachtsgeregnet, da die rechnung khein vrsach findet: vnd hingegen den 10. 11.still, da doch $ nach der rechnung sich solte gewendet haben, derhalbenich schliesse, das es gefehlet, vnd Statio $ den 5. gewest. Warumb esaber den 6. so starckh vnd langwürig geregnet, vnd den 7. starken windgehabt, werden andere kheinswegs ergründen khönden, die von quintilibusnichts wissen, dan es zwischen 6. vnd 7. einen starckhen quintilem t) vndd gegeben, wie aus den observationibus befunden worden, zumahl ein $ 1).Den 10. 11. 12. schön. Den 13. ein wetter von fernem gehört, da ^ ® !(.,auch vmb die Zeit wieder ein Atj?, dessen tag vngewiss. Den 14. 15.16. 17. 18. 19. schön heiss, dann es kheine aspecte gegeben ausser G®f),□ cf9> den 15. 16., die allein zu schwach gewest eine Veränderung zubringen, vnd nur schwülige hitze gebracht. Doch ist es allhie etwas selt-zams, das es nit gewittert. Den 18. sehr schwülig, drauff es den 19. 20.gedonnert mit Platzregen. Dan den 20. ein □ ® d gewest. Den 21. still,den 22. regen, wegen □® '4; □ 7J. 9 (da die rechnung umb 1 Tag fählt).Den 23. schön, nachts wunderzeichen vnd glintzende sterne, drauff 24.Nebel, donner, regen, dahin vnzweiffel die c( ® 5, Dd? auss dem 23. zuvbersetzen, darmit $ in seinem Krebsgang langsamer würt: diesem würtdie folgende Witterung per Venerem stattlichen beyfall thun.

Dan es von da an biss zu end Julii kalt vnd frostig regenwetter ge-west, da doch die rechnung kheine aspecte mehr giebt. Hingegen aber imfolgenden Augusto, da sie einen sextil 9 5 setzt, hab ich mich in meinemPrognostico vergeblich eines kalten wetters versehen, da es an dessen stattein schön herlich vnd heisse zeit gewest.

Was hat nun ein verstendiger hieran sonderlich zu klagen? KaltesW'etter hab ich mitten im Sommer vorgesagt, kaltes wetter ist mitten imSommer worden. Ich habs in Augustum gesetzt, im Julio ists kommen.Sollte nit hieraus augenscheinlich zu beweisen seyn, das der 9 $ nit imAugusto, sondern im Julio fürw'orden ? Aber auff diese argumentation alleinwil ich mich nit fundiren. Es bezeugen aber die observationes vnd ratioAstronomica, das es in den Planeten nindert grössere fähl gebe, als ebennahen jren stationibus vnd retrogradationibus. Nu befindet sich hie Venusversus stationem, vnd ist dieser orten gewiss vmb anderthalb vnd mehrgrad weiter zu setzen. Mercurius aber hat den 24. Julii anzeigung gegeben,das er langsamer vnd derohalben weiter hindersich lauffe. Wan dan imJulio baide einander entgegengetruckt werden, so feit ja der sextil inJulium grad auff das kalte gewitter. Demnach nun den 24. Mercurius vonder ® zum □ d gelauffen, beide ® vnd $ in □ 7)-, vnd die Erde sichstarckh erreget, vnd in harnisch gebracht worden, ist dieser 9 ö unge-fehrlich den 27. oder 28. darzu khommen, derowegen vor vnd nach einkalter wind entstanden, dessen den 25. abends der blaich Sonnenschein einvorpott gewest, vnd hat selbige nacht geregnet, propter □§‘4 : wöllicherregen den 26. 27. 28. beim 9 $ also gewehret, die kalte lufft aber den28. 29. 30. durch den A f) ® den 30. gesterckt worden, der auch den31. regen gebracht.

Den 1. 2. 3. Augusti schön heiss, weil die aspecte fürüber, zwischen3. 4. donner vnd plitz wegen 9 tb oder auch propter Stat. Hernachbiss 9. schön, dan nur den 6. ein A®^ gewmst, da es gewülckh ge-geben : zu einer andern Jahrszeit hette es geregnet. Von 9. nachts Donner