ad RBslinum.
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lassen, vnd diss in einem sollichen Buch, welliches wider Tychonem Brahevnd Röslinum, meine gute Freunde gerichtet gewest: das hat mich ver-drossen. Weil dann nun D. Röslin Vrso nit damahlen gleich geantwortet,so hat er demnach jetzo, vnderdessen er sich Stillschweigens rühmet, sol-liches ohn meinen Rath vnd zwar starck gnug verrichtet, darumb ich michferner nichts anzunemen. J1 )
Sonst nein ich an mit sondern frewden, das D. Röslin kein scheuhengetragen oder trage, einem Kay. Mathematico (wegen diser seiner stelle)zu antworten, er haiss gleich Vrsus oder Keppler: hab bisshero vilmehrdise fürsorg getragen, wann ein jeder dem Kayser in seinem Mathematicoverschonen wolle: werden viel nothwendige erinnerungen, so wider meineSchriften einzuführen weren, darhinden bleiben.
Wie auch es dises trosts nicht bedarf, das einer, der etwas widermich hat, mich zuvor loben wolte, damit ich das nachfolgende Schwitzbaddesto gedultiger leiden künde: dann sollicherlay collationes Philosophicaeeine auss den lieblichsten recreationibus ist, so mir mein lebtag widerfah-ren könden, wann sie der mühe werth seind.
Das dann D. Röslin zuvor vnd ehe er sich gegen mir in streit ein-lasset, mich erinnert, das er nichts desto weniger mein freund bleiben wolle,nim ich abermahl sonders gern an, vnd erachte, das ich hiermit einesgleichen rechtens gegen D. Röslino fähig gemacht vnd in dem entschuldigetsey, das ich mein vngeferbte mainung von D. Röslino vnd seinen Schrif-ten vngefragt, doch vnverletzt der freundtschafft an tag geben dürfen.
Dann das ich nit auch nebens in meinem Buch vom Sternen, in wel-lichem er sich angetastet sein vermeinet, aussdruckenlich gemeldet, dasD. Röslin mein alter bekhanter Herr vnd Freund, ja auch durch etlicheschreiben mein Lehrmeister vnd Praeceptor sey: ist jme D. Röslino zumbesten vnd zu gefallen geschehen. Dann weil ich willens gewest, jne inetlichen stucken auch zu loben, gedachte ich, er wurde solliches mein loblieber ohne meldung einiger vorgegangener kundtschafft von mir annemen,damit es desto weniger verdächtig seye. Gestaltsain ich auch für meinPerson gewünschet hette, D. Röslin hette vnser privatfreundtschafft in dieprivatschreiben gesparet: so würde ich durch seine Lobsprüche gleichfalsviel desto grösser worden sein.
Dann was bedarf es der anziehung der privatfreundtschafft, so doches im gemeinen wesen vnrühmlich, das einer durch einige privatfreundt-schafft an seinem allgemeinen rechten (von publicis scriptis publice zuvrtheilen) solte gehindert sein.
Röslin: Keppler lehret mit Copernico, die Erd lauf vmb vnd stehedas Firmament still: das kan D. Röslin nit glauben.
Antwort: Er gewinnet, wann er gleich keinen beweiss bringet: dannes jme anstat eines sehr starcken beweises dienet, das er diss also in Teut-scher Sprach fürgebracht, dann es seind Hundert Tausent Man im Elsässvnd abermal Hundert Tausent in Böheim, die es gleich so wenig glauben.W’ann die nur einen hören, so lassen sie sich weisen, vnd ehe sie wollenhinauffsteigen, ehe glauben sie einem sollichen ainigen glehrten Man zugfallen, die Sonne sey mehr dann anderthalbhundertmal grösser dann dergantze Erdboden. Wann man aber sie zwischen zweyen widerwärtigenPartheyen, deren die eine es mit jnen heit, zu richtern setzen will, dabekennen sie, was sie sehen vnd hören, das der Wagen vier Reder habe,