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Responsio

richtig zu treffen ist, biss alles in eine bessere vbung vnd brauch kompt,bette mich Kepplerus hierinnen drumb nit gleicli zu stumpffiren, wann ichschon nit alles gerad treffen solt: sondern in sollichen Sachen soll einerdem andern fort helffen.

Keppler: Gantz wol, Es ist auch von mir nit zu stumpffieren ge-maint, sonder zum rechtmässigen forthelffen, wie bishero villfältige meldunggethan : was aber hie sonderlich verächtlich lautten will, ist zu einem andernzweck gerichtet, wie bald folgen soll.

1). Röslin: Ich gestehe gar nit, das meine prognostica auss einembesondern Trib gehen. Ich kan einem die vrsachen für äugen setzen.

Keppler: So gestehe Ich nit, das sie auss gnugsamen vrsachen gehen:mäste derohalben folgen, das sie per accidens waar worden wären, sineprovidentia: das will aber ich nit reden, sondern viel lieber glauben, HerrnD. Röslins ratiocinatio sey also von Gott dirigirt worden, das sie auchohne gnugsame rationes scbliessen müssen, was geschehen sollen. Warlichin aller meiner wissenschafft von der Astrologia waiss ich nit soviel ge-wishait, das ich ein einige special sach (in massen D. Röslin vil Landevnd Sachen gar namhafft gemacht) cum fiducia, darumb es mir fol. 210maist zu thun gewest, dürffte vorsagen.

D. Röslin: Rationibus pugnandum non Enthusiasmis.

Keppler: Ich gestehe gern, das D. Röslin vrsachen,anziehe: die sagich aber nit gnuegsam sein, kiinfftige dinge also zu specificiern: vnd haltedemnach dise rationes selber für Enthusiasticas, das ist fol. 210 für „inter-pretationem divinitus instinctam.“

Also hat Sutorius auch vrsachen eingeführt, warum er vermeine, dasder Türckisclie Kayser Mahomet anno 1603. sterben werde, vnnd sein Reichvndergehen. 32 ) Da ist D. Röslin kommen, vnd hat gesagt, soliche vrsachenseien nit gnugsam, vnd er glaubs nit, so vil dise vrsachen belanget. Nuist es mit der Person geschehen, Er ist auff das vorgesagte Jahr gestorben.Da sage D. Röslin, ob Sutorius diss vngefehr errathen, oder instinctu divino :welliches er von Sutorio sagt, das muss er selber auch haben.

D. Röslin: Dise Kunst bestehet in artificiosis conjecturis: gehört abervil darzu, sonderlich dis fundament, das Gott ein Gott der Ordnung ist.

Keplerus: Nit zu weit, wir dörfften vns sonsten in das fatum ver-wicklen. Lieber will ich glauben, Gott regiere D. Röslins gemiith zu er-rathung dessen was geschehen soll, als das ich glauben solt, Gott treibealles in diser Welt, auch die freye wilkhür der Menschen, nach einer sol-lichen kurtzen vnnd bestendigen Ordnung, die da köndte von D. Röslinoartificialiter vorgesehen werden.

D. Röslin: Ich verlass mich mit meinem Kopff auff Gott, bedarffkeiner Enthusiasterey.

Keppler: Ist wol gethan. Dann wanns der Kopff nit thun mag, wiemich hie gedunckt, so thut es Gott, auff wellichen der Kopff sich verlast,so es anderst zutreffen sol. Vnd das ist alsdann der Enthusiasmus, denich meine. Bisshero hofft ich ohne w'iderred zu bestehen.

D. Röslin: Ich bedarff keiner sondern letzer Einfelle.

Keppler: Hie ligt der Has im Busch, Ich hab dise red gebraucht.„Vti haec prodigia sunt, ita non aliter explicantur quam prodigiosa mentisagitatione“, vnd wollen zu verstehen geben, das solliches bey D. Röslin auchgeschehen: damit, sagt D. Röslin, hab ich jhne gestumpfiert. Es sihet aber