ad Röslinum.
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ein jeder, das ich mit dem Wort prodigiosa auff das vorgehend Wort pro-digium gezihlet, vnd also das folgende von des vergangenen wegen gebraucht.Vnnd geschieht mir vngütlich, da mir zugemessen werden wolte, als ob ichhiermit meinen lust büssen, vnd D. Röslin vexieren wollen. Keineswegs:sondern ich hab ernstlich de rerum natura disputirt, daran D. Röslin auchein theil ist: dann es seind quaestiones naturales: Ob die Cometen vndnewe Sterne etwas bedeuten, Ob die ausslegungen vber dieselben, beschehenvon Astrologis, wann sie schon kindisch sein scheinen, etwas importirn odernit: allermassen wie Aristoteles de insomnijs disputirt; Ob die insomniaetwas bedeutten, Ob die ausslegungen vber dieselben anzunehmen, wann sievon ecstaticis beschehen vnd von Melancholicis , welliche weitschweifigeschnelle Einbildungen haben.
Vnd hie wird mir anleittung gegeben, auff die gründliche vrsach zukommen, warumb ich mein judicium also beygesetzt.
Es scheinet leichtlich, das Herr D. Röslin, als ein alter erfahrner ge-lehrter Medicus mit vilen Fürstlichen vnd Gräfelichen Personen zu conver-sirn komme, bey denen es der brauch , einer sacht mit wenigen Worten zugedencken: vnd halten es nit für reputirlich, in rebus philosophicis einemprofessori starcke widerparth zu halten: dessen dann D. Röslin gewohntsein wird. Ich aber hab allhie zu Prag einen härtern stand, vnd kom ichzu sollichen promptis vnd vividis ingeniis nidrigern Stands, deren allzeitalhie ein gute anzahl, die mir nit vil Cramantzens machen, sondern feintrocken sagen, wie sie es meinen, wort vmb wort geben, vnd es so langtreiben, biss einer den andern vberwiudet: hierumb zu sehen mein 27. Cap.sonderlich fol. 138. 140. 141. Wann ich mit sollichen super astrologicisdisputire, da hab ich böss machen, vnd werde also exercirt, das ich siewol mag meine Lehrmeister nennen. Dann wider die astrologiam habensie materiam dicendi copiosissimam, wie auch wider allerhand Bedeuttungen.Soll ich etwas wider sie erhalten, vnd die astrologiam nit gar verlieren,so muss ich mit Verwerfung oder beyseittsetzung dessen, so etwas vnge-wiss, inen Vorkommen vnd die Vorstatt verbrennen, damit ich die Vestungerhalte: hernach aber in offnen schrifften dessen so ich verlohren geben,eingedenck sein, vnd der philosophiae standhafftigkeit in acht nehmen..
Wie nu D. Röslins vnd mein Teutsche bedencken oberzehlter massenzusammen gedruckt vnd verkaufft worden, hat es allerhand discurs geben,vnd bin ich vil darüber zu red gestelt worden (D. Röslin gedencke weitter),dann solche schärfte Köpff dafür halten, es sey D. Röslino vngefehr ge-rathen : vrsach, dieweil D. Röslins illationes nichts schliessen. Das es vn-gefehr geschehen, bin ich jnen nit gestendig gewest, aber die vermeintenvrsachen so sie geführt, hab ich jnen, als vberzeugt in meinem Ilertzen,gewunnen gegeben: vnd das sie sehen, das mir in öffentlicher vertheydigungdises Vaticinij Rösliniani, so auch der vbrigen astrologiae rechter ernst:hab ich jre vrsachen in mein Buch vbersetzet, aber vil beschnitten, alsodas mans kaum kennet. Vnd gehet mir wie den schiedes Leutten, dassie von beyden Partheyen straiche bekommen. Dann warlich solliche mitmeiner defensione prognosticorum vil weniger zufriden seind, als D. Röslinmit meiner Censur deroselben.
Ist also diser gantze locus, wellicher D. Röslinum angehet, nichtsanders, dann ein occupationis figura, wider andere meine Widerparthen,dessen Inhalts: Ob wol nit ohn, das die astrologische beweiss kindisch