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Responsio
auch etwas böses folgen. Nu will ich das Gutte, so die Sterne bedeutten, nitvon eüsserlichen dingen verstanden haben, sondern von Gaistlichen Gaaben.
Keppler: Mein erschrecken vber dem befahrten Bösen ist auch vonGaistlichen Sachen (sofern es doch den eüsserlichen hauffen, den man dieKirch nennet, vnd nit so fern es auch einen jeden Christen insonderheitbetrifft), als von newen Religionen, die man auch eusserlich kennen vnd vonandern vnderscheiden kann, zu verstehen. Die Exempla aber, die ich an-ziehe, seind singulkres personae, die ich zum thail gesehen, zum thail be-schreiben hören, auss allerhand Nationibus etliche; vnd maine, wann dem-selben hau ff solte gross werden, würde es ein gar augenscheinliche altera-tion in der Welt geben, die ich beschriben mit folgenden Worten: Nimi-rum Saturnus &c.
Es folgt nun in D. Röslini discursu das siebende Capitel, bey demIch auch im Titul oben anstehe. Da rhümet er anfangs dasjenig, wasich zu Schätzung der Astrologiae, belangend die Aspectus planetarum, exdoctrina Harmonica herfürgebracht, vnd sagt, Ich hab dargethan, das dieastrologia judiciaria gar nit zu verachten. Wann mir nun D. Röslin ge-stattet, ein einige syllabam zu versetzen, das die astrologia nit gar zu ver-achten, so hab ich nichts hierwider.
Das ich aber in meinem Buch de Stella nova die ausstheilung des Zo-diaci in zwölff Zeichen vnd der Zeichen vnder die siben Planeten verworf-fen, wdll er mir nit gut haissen. Vnd zwar ich könt jms nit gut heissen,wann er es thun wolte: dann der halbe thail seiner bisshero geschribnerPrognosticorum müste fallen. Dem sey aber wie jhm w T ölle, so hab ichnit allein alle die vrsachen, die er zu vnderstützung der zwölff Zaicheneinführet, im vierten Capitel meines Buchs fürgebracht, sondern auch nochmehr darzu, so vil ich bey den Astrologis finden könden: vnd hab dochsie alle widerlegt. Nit zw'ar also zu verstehen, das ich diese vhralte di-vision w T ölle abgethan haben, dann ich hab darbey gesetzt, man müss sienothalben, vnd vmb der gedächtnus willen, behalten: vil weniger ich sieals vnzierlich vnd vnbequem aussgescholten: sondern diss allein hab ichanzaigen w'öllen, ob wml die Natur der ausstheilung vorgespilet, so habdoch des Menschen vernunfft solliche aussthailung allain angestellt, so' zwar,das sie bestendig von einem gewissen ort anfalie: derhalben sie dann nitauff die natürliche aigenschafften, die ein Zaichen vor dem andern habensolle, zu ziehen sey. Ob auch schon die Sonne, wann sie durch die zwölffZaichen wandert, vns auff dem Erdboden die Zeiten veränderet, nach denvier qualiteten: so geschehe doch diss nit in einer sollichen Ordnung, wiedie von den Astrologis in die vier Zaichen eingethailt vnd albereit einge-führt seye: volge auch nit von der Sonnen, die in den Zaichen laufft, auffdie Zaichen selber Sec. mit mehrerm.
Diese meine Widerlegung der vrsachen, auff w’ellichen die aussthailungder zwölff Zaichen beruhet, vbergehet D. Röslin vnberühret: allain das erbekennet, Ich werfife viel scrupulos ein vnd sey spitzfündig genug: es sollevns aber nit hindern, die Natur sey schlecht vnd recht: welliches mir bes-ser dienet, dann jme. Will D. Röslin also stillschweigend zu verstehengeben, ob schon diss nit die rechte vrsachen, so seyen aber etwa anderevns noch zur zeit verborgen, dann einmal die Experientia fürhanden sey,welliehe bezeuge, das es sich also halte, nämlich das der Wider baiss vnd
trucken, der Stier aber kalt vnd trucken sey, vnd so fort an. Vnd sey’ ■ ■ - 0 ’