Band 
Volumen primum.
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537
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ad Röslmum.

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ein verkert ding, das wir von wegen der verborgenen vrsachen wider dieExperientiam handlen wollen: vielmehr soll man erstlich den augenscheinauss der Experientz einnemen vnd hernach die vrsachen sollicher dinge, obwir könden, erforschen.

Hierauf? ist mein antwort: wenn mann nit wüste, warauff die Chaldeergesehen, das sie eine solliche ausstheylung gemacht, so möcht man ge-dencken, sie hettens auss der erfahrung; Nu hab ich aber erwisen, dasdiese aussthailung des Himmels vnd der vier qualiteten vnder die zwölffZaichen gewisslich vnd warhafftig, auch eigentlich auss denjenigen arbitra-riis causis herkommen, von wellichen ich in meinem Buch probiert, das sieder Natur nichts vorschreiben. Weil dann nun die wahre vrsach diesererfindung am Tag vnd nit zu laugnen, so soll billich einer sehr grossenzweiffel darob tragen, ob dann auch neben sollichen arbitrariis causis dieExperientia selber gestanden. Vnd bin ich D. Röslino derohalben nit ge-stendig, das die Experientia bezeuge, das der Stier trucken, der Schützfeurig sey: sondern sag, das D. Röslin im es zuvor eingebildet, es müssalso sein, weil die Chaldeer solliches gehalten, hernach so handele er mitder Experientia cum praejudicio. Damit ich in den zweyen erst angezog-nen Exempeln bleibe, so erbeut ich mich, das so offt mir D. Röslin einenTag fürbringt, in wellichen), wann die Sonne im Stier gegangen, es kaltvnd truckne Zeit gewest, Ich jme allezeit zehen darfür anzeigen will, daes warm vnd feucht gewest, gleiches vom Schützen zu reden, der soll heissvnd trucken sein: ich aber will ab experientia probirn, das wann die Sonnedarinnen, es meistenteils kalt vnd feucht Wetter habe. Darmit aber niteiner gedencke, hiermit stosse ich auch die Experientiam der Aspecten vmb,so sage ich lautter, Nain : dann dieselbige bewegen die Natur so besten-dig vnd so augenscheinlich, das ich auch etliche newe Aspecte, daran dieAlte nie gedacht, durch die erfahrung erlehrnet, vnd die vrsachen dersel-ben erst hernach gefunden, die ist von der Musica etwas abgescheyden,aber doch Harmonica.

Will man auff die andere Planeten oder auff die Nativiteten kommenvnd dahero der Zaichen Natur probiern, so ist die Experientia in densel-bigen vil zu dunckel, vnd vergleichet sich der Bildnus der Sonnen in einemrauschenden Wasser, darinnen sihet man zwar einen sehr claren glantz gegender Sonnen weit vnd breitt, aber keine Figur oder Bildnus der Sonnen kanman daran erkennen, weil das Wasser vnder einander gehet. Also auchvon den Nativiteten zu reden; das der Himmel im Menschen etwas thue,sihet man klar genug: was er aber in specie thue, bleibt verborgen: vilweniger am Menschen zu erkennen, was jedes Zaichen für qualitet habe,oder an wellichen puncten es anfahe vnd geendet werden: weil gar vilcausae Zusammenkommen vnd vndereinander confundirt werden. Bleibt alsodarbey, das kein Experientia sey, die da bezeuge, das die zwölff Zeichenalso mit vnderschidlichen qualiteten abgethailt. Sonderlich auch darumb,weil in der andern zona temperata diejenige Zaichen müsten für kalt ge-halten werden, so vns warm machen, et contra: wie vor zeitten StöfFIerusdem Tanstetter geantwortet. ,e )

D. Röslin erzehlet mein objection, drin ich streitte, das es vil natür-licher, wann man das fewrige theil vom 15. grad des Stiers biss in den15. grad dess Löwens erstreckete, vnd bringts also für, gleich als wannich hiermit ein correction einführen wolte. Mit nichten, sondern diese mel-