Interveniens.
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grosses Vnglück ist, so wol als das Alter vnd der zeitliche Todt dessMenschens leiblicher Vntergang vnd Vnglück ist: es kan aber doch demHaasen kein grössere Ehr widerfahren, dann wann er vom Hundt erhaschetwirdt, vnd dem Jäger auff den Tisch kömpt, dann darzu ist er gewiirdigetvon seinem Schöpffer.
Weil dann Saturnus, Jupiter vnd Mars einander nicht wie Hundt vndHasen verfolgen, sondern alle neben einander im Himmel dahero lauffen, sowirdt jhre Contrarietet, mit welcher sie von einander vnterscheiden, vmbso viel desto weniger böss seyn.
Thesis 35. Sprichstu, ja sie seynd aber dem Menschen zuwider?Antwort: Gott hat den Menschen erschaffen erst nach den Planeten, amsechsten Tag: da ist es bey Gott gestanden, wie er den Menschen formierenwolle. Gar leicht were es jhme gewest, den Menschen also zu fortnieru,dass er nur allein mit dem temperierten Jupiter zu thun gehabt bette, vnddess Saturni oder Martis so wenig empfunden bette, als ein todter Stein.Das hat aber Gott nicht gethan: derohalben muss es gut vnd heylig ge-than seyn, dass der Mensch nicht nur dess temperierten Jupiters, sondernauch dess kalten Saturni, vnd dess hitzigen Mortis empfindet: die schadenjhme aber eben so wenig, als jnnerhalb seines Leibs die atra bilis vnd dieGail: Welche beyde Humores von den gemeinen Medicis nur für excre-menta aussgeschryen werden, so wol als Saturnus vnd Mars von den ge-meinen Astrologis für böse Planeten. Derowegeu so wenig D. Feseliusdiesen Astrologischen Wahn in Kopff bringen kan, so wenig wil auch mireyngehen, dass die Gail nur allein ein Excrementum, vnd kein nühtigerhumor pertinens ad substantiam alimenti per venas delati seyn solle.
Dass nun die Astrologi etwa eine Kranckheit dem Saturno oder Martizuschreiben, obwol ich sie hiervber für dissmal noch nicht allerdings justi—ficiert haben will: so seynd sie aber doch von D. Eeselio hierüber eben sowenig zu verdencken, als wenig ich jhn verdencke, wann er von einem Pa-tienten sagt, die Gail oder das vbrige Geblüt, plethora oder der Mertz habjhn vmbs Leben gebracht.
Vnd ist hieinit D. Feselii erste Frag erörtert, ob die Planeten auchjhre anerschaffene vnd eyngepflantze Wirckungen haben, vnd ob dieselbigegut oder böss.
Thesis 36. Zum andern, sagt D. Feselius, sey auch diss die Frage,ob der Sternen Wirckungen auch ergriffen, vnd zu vorsagung künfftigerDing gebraucht werden können?
Dass man sie nicht vollkommen ergreiffen könne, ist leichtlich zu er-achten, weil jhrer gar zu viel seynd, vnd alle auff dem Erdtboden zusam-men leuchten. Es macht aber das Stillstehen vnd das vmbgehen vnterjhnen einen grossen Vnterscheidt: Dann weil der meinste Hauff an einemOrt stillsteht, so bleibt es auch mit jhrer Wirckung an vnd für sie selbstjmrner nur in einem: vnd gibt keinen mercklichen Vnterscheidt. Was gehetaber diss die fünff vmblauffende Planeten an? deren seynd wenig, vnd gebensich schon zu einer Prob vnd Erfahrung, was sie vermögen.
Derowegen so antworte ich D. Feselio rundt, vnd sage ja: alle na-türliche der fünff Planeten, zum theil auch der fürnembsten vnbeweglichenSternen Eygenscliafften, durch welche sie bey vns auff Erden etwas wircken,die können durch menschlichen verstandt, wiewol nicht vollkommen, dochgleich so wol ergriffen, auch in ein gewisse scientiam vnd Wissenschafft